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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst] Gebete zur Hausandacht [und] Das Leiden und Sterben unseres Herrn Jesu Christi ... [und] Episteln u. Evangelia auf alle Sonntage und hohe Feste [und] Der kleine Catechismus D. M. Luthers
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Gott, dessen Wesen

mein Leben sanft vor dir dem Laster, das noch mehr, verfließen; so werd ich dort wie sie, zu fürchten war. mit allen Engelchören dich fröhlich ehren.

8. Ich sah, vor Krank­heit bleich, durch dich mein Leben hergestellt, und deine Gnade schmückte mich, wenn

Sünde mich entstellt.

9. Von Freudenstrahlen glänzt mein Blick, da du so hoch mich liebst und mir in wahrer Freundschaft Glück mehr, als ich wünschte, gibst.

10. Und welche Wohl­that, Herr, ist nicht dieß Herz, das fühlen kann, dieß Herz, ganz dein, das dank­bar spricht, was du an mir gethan!

11. Kein Tag soll würd­ger mir vergehn, als, Ew­ger, dir zum Preis; ich will frohlockend erhöhn als Jüngling und als Greis.

12. In Schrecken, Angst, Gefahr und Noth trau ich allein auf dich. Durch dich gestärkt, ist selbst der Tod mir nicht mehr füchterlich.

Mel. Mein Gott, das Herz

34 Wenn ich mein

Geist, Allmäch­tiger, der Gnaden Menge denkt, womit du mich, mein Gott und Herr, so unver­dient beschenkt:

2. Dann ist mein Herz so hoch erfreut, ganz deiner Güte voll und weiß vor heißer Dankbarkeit nicht, wie es danken soll.

3. Als ich noch in der Mutter Schooß in Nacht verborgen schlief, bestimm­test du, o Herr, mein Loos, das mich zum Leben rief.

4. Du wählst des Sterb­lichen Geschick, eh er ge­boren ist; und so ward ich, o welch ein Glück! durch die Geburt ein Christ.

5. Schwach an der Brust, vernahmst du schon, was kein Gebot noch war, und neigtest zu des Weinens Ton dein Ohr gefällig dar.

Mel. Mein ganzer Geist, Gott

6. Wenn ich als Jüng- 35 Gott, deß starte

ling von dem Pfad der Tugend mich verirrt, hat mich unsichtbar, Herr, dein Rath oft wieder drauf ge­führt.

Hand die Welt erschaffen hat und noch er­hält, ich spüre deine Güte hier auf der Welt an je­dem Ort. Sie hilft mir Schwachen gnädig fort; und wenn ich mein Gemüthe von hier zu dir, o Gott, wende, streckst du Hände

voll

7. Du warst mein Schuß und meine Wehr vor Un­glück und Gefahr; und vor