I. Allgemeine Gebetlieder.
8. Sinkt aus der Hand mein Wan-| 9. Schenk mir im letzten Augenderstab, Geh ich ins finstre Thal blick Ein Vorgefühl von jenem Glück, hinab, So nimm, o Gott, mein Das du nach Tageshitz und Last Heiland, dann Dich meiner Seele Den deinen dort bereitet haſt. herzlich an.
Bürde, g. 1753+ 1831.
Mel. Mein's Herzens Jesu.( Spr. 30, 7-9.1 Tim. 6, 6-10.) 24. Ach Gott des Himmels! lasse mir Und allen auf der Erden Den uns so väterlich von dir Beschiednen Theil stets werden; Gib jedem immerdar nach Noth Sein zugedachtes täglich Brod Und ein genügsam Herze.
2. Gib Mäßigkeit und Dankbarkeit, Wann du uns viel beschieden; Und wann uns weniger bereit, So mach uns doch zufrieden. Leg uns nur deinen Segen zu; Wo man dir traut, erstattest du Durch Segen alle Mängel.
3. Gib, daß uns keine Sorge frißt; Laß ein abgöttisch Geizen, Das alles Uebels Wurzel ist, Uns nicht zu Lüsten reizen; Laß mich die Lüge nicht zum Schild, Das Gold mir nicht zum Götzenbild, Den Bauch zum Gott nicht machen.
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Laß mich nicht daran hangen. Die Zeit ist kurz, uns ruft das Grab; Laß mich das haben was ich hab, Als wenn ich es nicht hätte.
5. Ach präge stets mir in den Sinn, Daß ich, um hauszuhalten, Gesetzt in deine Güter bin, Sie redlich zu verwalten. Es eilt ja schon der Tag herzu, Da willst du, daß ich Rechnung thu Von allen deinen Gütern.
4. Laß mich nicht Ehre, Luft und Geld, Mir selbst zum Strick verlangen; Gebrauch ich etwa dieser Welt,
knieen Und in selger Andacht glühen; Herr! dem Sonne, Mond und Sterne Willig dienen nah und ferne; Herr von unzählbaren Reichen, Großer König ohne gleichen! Du vergönnst auch mir zu beten, Kindlich vor dich hinzutreten.
2. Alles darf ich dir bekennen,
6. Gib Frieden und Zufriedenheit Auf allen unsern Wegen; Verleih uns fromme Obrigkeit und kröne sie mit Segen; Die Untern lehre insgemein Gewissenhaft, gehorsam seyn Und für die Obern beten.
7. Laß deiner Gnade Sonnenschein In unserm Lande glänzen; Laß keine Feinde bei uns ein Und schütze unsre Grenzen; Laß deiner Engel starke Schaar Um uns bei drohender Gefahr Zur festen Mauer werden. Ph. Fr. Hiller, g. 1699+1769
Mel. Schmücke bich.( Joh. 14, 13 2c. 21. Matth. 6, 33.)
25. Herr! Herr! vor dem die Engel| Darf im Sohn dich Bater nennen,
Und du blickst, wie Väter pflegen, Mir voll Lieb und Huld entgegen; Hörst, was ich von dir begehre, Trockneft meines Jammers Zähre, Gibst mir noch vor meinem Flehen Ueber Bitten und Verstehen.
3. O so höre, Vater, höre Was ich bemuthvoll begehre: Laß mich


