I. Allgemeine Gebetlieder.
Mel. Dieweil ich auferstehe.( Ps. 119, 94. 1 Mof. 49, 18.) 8. So lang ich hier noch walle, 6. Fühl ich mich schwach im Beten, Soll dieß mein Senfzer seyn, Ich Und ist mein Glaube klein, Soll sprech bei jedem Falle: ,, Herr, hilf mich sein Geist vertreten: Herr, mir, ich bin dein!" hilf mir, ich bin dein!"
2. Wenn Morgens ich erwache Und schlafe Abends ein, Befehl ich Gott die Sache: ,, Herr, hilf mir, ich bin dein!"
7. Wenn ich in Leidenstagen Bei seiner Ruthe wein', So will ich findlich sagen: ,, Herr, hilf mir, ich bin dein!"
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3. Geh ich an die Geschäfte, So bitt ich zum Gedeihn Ihn um Verstand und Kräfte: Herr, hilf mir, ich bin dein!"
4. Will sich mein Fleisch vergehen, Betrogen von dem Schein, So halt ich an mit Flehen: Herr, hilf mir, ich bin dein!"
5. Wenn mich die Sünden kränken, So kann ich noch allein An den Verfühner denken: Herr, hilf mir, ich bin dein!"
8. Will Satan mich berauben, und macht die Welt mir Pein, Ruf ich getroft im Glauben: ,, Herr, hilf mir, ich bin dein!"
9. Macht auch mein Herz mir Grauen, Der Herr sey nicht mehr mein, So seufz ich voll Vertrauen: Herr, hilf mir, ich bin dein!" 10. In meinen letzten Stunden Schätz ich mich heil und rein Durch meines Heilands Wunden; Er hilft mir, ich bin sein!
Ph. Fr. Hiller, g. 1699 † 1769.
Mel. Valet will ich.( Klaglieder 3, 22-24.)
gen und bewegen Zur thätgen Dankbarkeit!
9. Beherrscher aller Welten! Im| Der mich bisher erfreut, Mich drinStaube bet ich an; Wie könnt ich dir vergelten Was du an mir gethan? War nicht an jedem Morgen, Gott, deine Güte neu Und machte mich von Sorgen, Von Gram und Kummer frei?
4. Gib, daß ich dir vertraue, Der du die Liebe bleibst, Auch wann du mich auf rauhe Und steile Pfade treibst. Wenn in Gefahr und Schmerzen Mein Geist will muthlos seyn, So flöße meinem Herzen Geduld und Hoffnung ein.
5. Zum Besten soll mir dienen Das Leiden dieser Zeit; Noch ist sie nicht erschienen Die große Herrlichkeit Und Wonne, die die deinen Dereinst beglücken soll; Sie säen unter Weinen, Und eruten freudenvoll. Eberhard Friedrich, Prinz von
3. Gott! alle meine Tage Sind Zeugen deiner Huld; Wie oft traf eine Plage Mich nur aus eigner Schuld! O möchte doch dein Segen, Hohenlohe Kirchberg, g. 1737+ 1804.
2. O Gott, wie viele Sünden Hast du mir schon verziehn! Ach laß mich Gnade finden Und segne mein Bemühn, Mich selber zu bezwingen, Zu thun was dir gefällt, Das Kleinod zu erringen, Das ewgen Werth behält.


