Am 4. Sonntage nach Ostern.
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Wo gehest du hin? Sondern dieweil ich solches zu euch ge: redet habe, ist euer Herz voll Traurens worden. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kömmt der Tröster nicht zu euch. So ich aber hingehe, will ich ih: zu euch senden. Und wann der= felbige kommt, der wird die Welt strafen um die Sünde, um die Gerechtigkeit und HI das Gericht. Um Um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich. Um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich fort nicht mehr sehet. Um das Gericht, daß der Fürst die ser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr fönnets jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von ihm selber reden, sondern, was er hören wird, daß wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verfündigen. Derselbige wird mich verklären, denn von dem Meinen wird ers nehmen, und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein; darum habe ich gesagt: Er wirds von dem Meinen nehmen und euch verfündigen.
Epistel, Jac. 1, v. 17-21. Alle gute Gabe, und alle vollfommene Gabe fommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Verände: rung, noch Wechsel des Lichts
und Finsterniß. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erstlinge seiner Kreaturen. Darum, lieben Brüder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu hören, langsam aber zu reden und langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn thut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so feget ab alle Unsauberfeit und alle Bosheit, und nehmet das Wort an mit Sanftmuth, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen selig machen. Evangel. am 5. Sonnt. nach Osteru
( Rogate), Joh. 16, v. 23-30. Sahrlich, wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird ers euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten. in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei. Solches habe ich zu euch durch Sprüchwort geredet, es kommt aber die Zeit, da ich nicht mehr durch Sprüchwort mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen: und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum, daß ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und fommen in die Welt: wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm


