Für Jünglinge.
5. Für Jünglinge, Greise, Eheleute, Eltern, Wittwen. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher. schnöden Scherz, Auf Unzuchts663. G ich dich kannte, worte hören, Und hielt die Träghast du mich, All- heit meinen Lauf, Der Stolz mich mächtiger, bereitet, Und durch die in der Demuth auf: Dann laß Kindheit väterlich Mich bis hier- zu solchen Sünden Nie, Gott, her geleitet. Jetzt, Herr, da ich mich willig finden.
dir danken kann, Nimm dich auch 6. Wenn sich auf meiner Jumeiner Jugend an, Daß ich auf gend Bahn, Mich in ihr Ney" zu meinem Wege Unsträflich wandeln ziehen, Verführer meiner Seele möge. nahn, So laß mich klüglich flie
2. O präg es tief in meinen hen. Ihr süßes Locken lenke nicht Sinn, Daß ich noch fern vom Mein, Herz von dir und meiner Ziele, Ein unerfahrner Jüngling Pflicht. Ihr Spotten und ihr bin, Voll schwankender Gefühle. Lachen Laß nie mich wankend Ach, mache mich mir selbst be- machen. kannt, Und gib mir Weisheit 7. Der Glaub an Jesum bleibe und Verstand, Stets auf dein mir Mein Schild und meine Wort zu schauen, Und nie mir Krone; Anbetend schau ich dann selbst zu trauen. schon hier Den Vater in dem
419
3. Vor meinem Blicke prangt Sohne. Dein Wort sei meines die Welt Mit ihren tausend Geistes Schwerdt, Es sei mir mehr Freuden; Herr, lehre mich, was als Perlen werth, Und wenn ich dir mißfällt, Mit heilgem Ernste geh und streite, Steh Jesus mir meiden. Mein junges Herz ver- zur Seite.
ges' es nicht: Du kommst der= 8. Der Wahrheit heilige mich einst und hältst Gericht, Daß ganz, Mein Schöpfer und Erauch die Jugendsünde Die sichre halter! Dein Wort sei meiner Strafe finde. Jugend Glanz, Und einst mein 4. Von dir, o Gott, werd' ich Trost im Alter. Erhalte mein bewacht, Bin ganz von dir um- Gewissen rein, Laß keinen meiner geben. Vor dir bedeckt nicht Mit- Tage sein, Der nicht zu deiner ternacht, Noch Einsamkeit mein Ehre Geschmückt mit Tugend leben. Die Sünde, die im Fin- wäre.
stern schleicht, Verbirgt vor Men= 9. Ach lehre mich den Werth schen sich vielleicht: Vor Angesichte Steht sie in Lichte.
deinem der Zeit, Daß ich sie nicht verhellem schwende, Daß ich mit frommer Thätigkeit Auf Weisheit ste ver= 5. Herr, ließe sich mein schwa- wende. Gott, meiner Jugend ches Herz Zum Leichtsinn je be- Fleiß und Müh Laß nicht umthören, Ja wollt ich je auf sonst sein, segne ste. Laß auch Dd* durch


