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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Cleve, Berg und von der Grafschaft Mark
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Ermunterung zum Gebet.

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gen Blicken Hin in des Ewigen dacht zu entdecken, Wie es dein Gezelt, Und schmeck in gläubigem Mitchrift dir entdeckt, Und ihn Entzücken Die Kräfte der zukünft- zur Inbrunft zu erwecken, Wie gen Welt. Ein Glück von Millio- er zur Inbrunst dich erweckt.

Die selge Nie schäme

Die

nen Jahren, Welch Glück! doch 13. Bist du ein Herr, dem ist's von jenem Glück, Daß dem Andre dienen, So sei ihr Vor­der Herr wird offenbaren, Der ihm bild, sei es stets, Und feire täg= hier dient, kein Augenblick. lich gern mit ihnen 9. Bet oft, durchschau mit Stunde des Gebets. heilgem Muthe herzliche dich des Heils der Seelen, Die Barmherzigkeit Deß, der mit Gottes Hand dir anvertraut; Rein seinem theuern Blute Die Welt, Knecht des Hauses müsse fehlen, der Sünder Welt, befreit. Nie Er ist ein Christ, und werd er­wirst du dieses Werk ergründen, baut.. Denn es ist eine Gottesthat; 14. Bet oft zu Gott für deine Erfreu dich ihrer, rein von Sün- Brüder, Für alle Menschen als den, Und ehr im Glauben Got- ihr Freund. Gib für den Fluch tes Nath. nur Segen wieder, Und bet auch

10. Bet oft und klag am stil- selbst für deinen Feind. Bet oft, len Orte Gott ohne Zagen deinen so wirst du Glauben halten, Dich Schmerz. Er schließt vom Her- prüfen und das Böse scheun, zen auf die Worte, Nicht von An Lieb und Eifer nicht erkal­den Worten auf das Herz. Nicht ten, Und selbst zum Guten weise dein gebognes Knie, nicht Thrä- sein.

nen, Nicht Worte, Seufzer, Psal­

menton, Nicht dein Gelübd rührt Mel. Ermuntre dich, mein schwacher. Gott; dein Sehnen, Dein Glaub an ihn und seinen Sohn.

659. Wie süß, mein Va=

11. Bet oft, Gott wohnt an ter, ist die Pflicht, jeder Stätte, An keiner minder Als Kind vor dich zu treten, oder mehr. Denk nicht: wenn Dich demuthsvoll mit Zuversicht ich mit Vielen bete, Find eher In Christo anzubeten! Ein Glück, ich bei Gott Gehör. Gott ist kein das Alles übersteigt, Wird im Mensch, ist dein Begehren Ge- Gebete mir erzeigt, Wenn ich mit recht und gut, so hört er's gern; Kindestreue Mein Herz dir, Va­Ists nicht gerecht, so gelten Zäh- ter, weihe. ren Der ganzen Welt nichts vor dem Herrn.

2. Heil mir, Barmherziger, wenn dich Mein betend Herz em­12. Doch säume nicht, in den pfindet, Und Ehrfurcht, Dank und Gemeinen Auch öffentlich Gott Liebe sich In meiner Brust ent= anzuflehn, Und seinen Namen mit zündet! Hell mir, wenn Demuth, den Seinen, mit deinen Brüdern Freundlichkeit, Wenn kindliche zu erhöhn, Dein Herz voll An- Ergebenheit und Fleiß

in guten Werken