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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Cleve, Berg und von der Grafschaft Mark
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Ermunterung zum Gebet.

Und siehst du Dunkelheiten, So Fleiß zu allen guten Werken, Ist laß dich deinen Freund, Der mehr eine Pflicht, die nie betrübt. als du steht, leiten. Ein forschen- 4. Bet oft in Einfalt deiner der Verstand, Der sich der Schrift Seelen, Er steht aufs Herz, er geweiht, Ein angefochtnes Herz ist ein Geist. Nie können dir Hebt manche Dunkelheit. die Worte fehlen, Wofern dein

12. Halt fest an Gottes Wort, Herz dich beten heißt. Nicht Töne Es ist dein Glück auf Erden, sinds, die Gott gefallen, Nicht Und wird, so wahr Gott ist, Worte, die die Kunst gebeut. Dein Glück im Himmel werden. Gott ist kein Mensch, ein gläubig Verachte christlich groß Des Bibel- Lallen, Das ist vor ihm Bered­feindes Spott, Die Lehre, die er samkeit. schmäht, Bleibt doch das Wort auß Gott.

5. Wer das, was uns zum Frieden dienet, Im Glauben sucht, der ehret Gott. Wer das zu bit­Mel. Jauchzet dem Herren, All'. ten sich erkühnet, Was er nicht

658. Dein Heil, o Christ, wünscht, entehret Gott. Wer täg­nicht zu verscher- lich Gott die Treue schwöret, Und zen, Sei wach und nüchtern zum dann vergißt, was er beschwur, Gebet. Ein Flehn aus reinem, Und klagt, daß Gott ihn nicht gutem Herzen Hat Gott, dein Va- erhöret, Der spottet seines Schö­ter, nie verschmäht. Erschein vor pfers nur.

seinem Angesichte Mit Dank und 6. Bet oft zu Gott, und schmeck Demuth oft und gern, Und prüfe in Freuden, Wie freundlich er, dich in seinem Lichte, Und klage dein Vater, ist. Bet oft zu Gott, deine Noth dem Herrn.

und fühl in Leiden, Wie göttlich 2. Welch Glück, so hoch ge- er das Leid versüßt. Bet oft, ehrt zu werden, Und im Gebet venn dich Versuchung quälet, vor Gott zu stehn! Der Herr des Gott hört's, Gott ist's, der Hülfe Himmels und der Erden Bedarf schafft. Bet oft, wenn innrer nicht eines Menschen Flehn; Doch Trost dir fehlet, Er gibt den Mü­sagt er: bittet, daß ihr nehmet! den Stärk und Kraft.

Und des Gebetes Frucht ist dein. 7. Bet oft und heiter im Ge= Wer sich der Pflicht zu beten müthe, Schau dich an seinen schämet, Der schämt sich Gottes Wundern satt. Blick auf den Freund zu sein. Ernst, blick auf die Güte, Mit

3. Sein Glück von diesem Gott der er dich geleitet hat. Hier begehren, das ist keine schwere irrtefst du in deiner Jugend, Im Pflicht, Und seine Wünsche Gott Alter dort, er trug Geduld, Rief erklären, Erhebt das Herz zur dich durch Glück und Leid zur Zuversicht. Sich in der Furcht Tugend: Erkenn und fühle seine des Höchsten stärken, In dem Huld.

Vertraun, daß er uns liebt, Im 8. Bet oft und schau mit sel­

gen