Druckschrift 
Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Cleve, Berg und von der Grafschaft Mark
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Sonntagslieder.

9

Sollst es sein, Unser Herr und Ihre Fülle zu genießen, Streu Meister, Vater aller Geister. das Wort mit Segen ein, Laß 4. Majestätisch Wesen, Möch- es reich an Früchten sein. ten wir dich preisen, Und im Geist 3. Zünde selbst das Opfer an, dir Dienst erweisen! Möchten wir Das auf meinen Lippen lieget, wie Engel Immer vor dir stehen, Und erhelle mir die Bahn, Wo Und dich gegenwärtig sehen! Laß kein Irrthum mich betrüget, Und uns dir Für und für, Einzig dir kein fremdes Feuer brennt, Wel= vor Allen, Trachten zu gefallen. ches dein Altar nicht kennt.

5. Du durchdringest Alles; Herr,

4. Laß mich heut und allezeit. ach, zieh und richte Doch auch mich Heilig, heilig, heilig! singen, zu deinem Lichte. Wie die zarten Und mich in die Ewigkeit Mit Blumen Willig sich entfalten, Und des Geistes Flügeln schwingen. der Sonne stille halten: Laß mich Selig schmeck ich dann schon hier, so, Still und froh, Deine Strah- Wie's im Himmel ist bei dir. len fassen, Und dich wirken lassen.

5. Dieser Tag sei dir geweiht, 6. Mach uns nur einfältig, Weg mit allen Eitelkeiten! Ich will Innig, abgeschieden, Sanft und deiner Herrlichkeit Einen Tempel zu­still in deinem Frieden. Mach uns bereiten, Nichts sonst wollen, nichts reines Herzens, Daß wir deine sonst thun, Als in deiner Liebe ruhn. Klarheit Völlig schaun im Geist 6. Du bist mehr als Salomo, und Wahrheit. Laß das Herz Laß mich deine Weisheit hören. Himmelwärts Wie ein Adler Ich will dich vor deinem Thron schweben, Und in dir nur leben. Mit gebeugten Knieen ehren, Bis

7. Komm, in uns zu wohnen, das Licht der Ewigkeit Mich mit Und laß schon auf Erden Uns vollem Glanz erfreut. zum Heiligthum dir werden.

Wollst, o nahes Wesen, Dich in Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns. uns verklären, Alles Nichtige ver­

Gott, du höchster Gna­

zehren. Wo wir gehn, Wo wir 9. stehn,

Laß uns dich erblicken, uns Ganz zu dir uns schicken.

denhort, Verleih, daß dein göttlich Wort Von Ohren so zu Herzen dring, Daß es auch reiche Früchte bring.

Mel. Meinen Jesum laß ich nicht.

2. Der wahre Glaube ist die

8. Nicht vom Licht, erleuchte Kraft, Die Heil durch Jefum

Bei neuen

Menschen­Tageslichte, Gnadensonne, zeige lieb ist dessen Frucht, Die man dich Meinem frohen Angesichte, an Christi Jüngern sucht. Deiner Weisheit Himmelsglanz 3. Verschaffe bei uns, lieber Schmücke meinen Sabbath ganz. Herr, Daß wir durch deinen

2. Brunnquell aller Seligkeit, Geist noch mehr. In Heilserkennt­Laß mir deine Ströme fließen, niß nehmen zu, Und endlich bei Mache Sinn und Herz bereit, dir finden Nuh.

Mel.