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Fürstl. Nassauisches neues verbessertes Gesangbuch zur Beförderung der öffentlichen und häuslichen Erbauung
Entstehung
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Um Vergebung der Sünden.

meine Gedanken siehest, alle Worte auf meiner Zunge weißt, und alle Schritte meines Lebens bemerkest! Vor dir bin ich ein Sünder! und wie übel hab ich gethan, daß ich wider dich, meinen guten Gott, meinen steten Wohl­thäter, meinen treuen Vater, sündigte! Ich bin nicht werth, daß ich dein Kind heiße; und wie unaussprechlich elend bin ich, wenn du nicht mein gnädiger Gott bist!

Gott, wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht? wo Hülfe finden, wenn du wider mich bist? Ach zu dir allein, der du das Verderben der Sünder nicht willst; sondern Gnade und Leben schenkest, wenn sie reuend sich zu dir bekehren! Zu meinem Heilande und Mittler, durch welchen du allen Sündern Vergebung und Begnadigung geschenkt hast. O Gott, so sei dann mir Sünder gnädig: tilge alle meine Uebertretung um seinetwillen, und gedenke meiner Sünden nicht. Ja, bei deinem theuren werthen Wort, bei dem versöhnen­den Tode meines Mittlers bitte, und glaube und hoffe ich Vergebung, Gnade und Seligkeit.

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Aber laß mich dann nun auch die Bedingungen erfüllen, unter welchen du begnadigen und selig machen willst. Ich soll die Sünde verabscheuen und hassen, die mich und meinen Gott von einander scheiden; ich soll ersetzen und gut machen, was ich Unrechts an meinem Nächsten gethan und ihm geschadet habe; ich soll dich Lieben der du mir viel vergeben hast; und was ich noch zu leben habe, soll ich leben im Glauben des Sohnes Gottes, dem zu Ehren und zum Wohlgefallen, der für mich gestorben und auferstanden ist.

O Gott, schaffe in mir dieß reine Herz, und gib mir den neuen rechtschaffenen Geist, in dem kein Falsch ist; daß meine Andacht nicht Heuchelei, meine Buße nicht Iceres Geschwätz, sondern wahre Aenderung des Herzens und des Lebens sei; daß ich rechtschaffene Früchte der Buße zeige, und von nun an in einem neuen Leben