Von Gott und seinen Eigenschaften.
ich mich der heiligkeit Mit gesicht zu angesicht Dich rechtem ernst befleißze, Nach- schaue, dich erkenne, Und jage der gerechtigkeit; Und unaufhörlich lobe. deine wege preise, So wunderbar sie scheinen.
9. Du bist sehr gnädig, fromm und gut, Vergibst die schuld dem fünder; Erbarmst dich, wie ein vater thut, Von herzen deiner kinder. Laß reichen trost von deiner gnad Auf meine seele kommen: Von mir sei meine missethat So fern hinweg genommen, Als morgen ist vom abend.
8
43035
Mel. Sei Lob und Ehr dem 2c.
15. Der Herr ist Gott,
und keiner mehr. Frohlockt ihm, alle frommen! Wer ist ihm gleich? wer ist, wie er, So herrlich, so vollkommen? Der Herr ist groß, sein nam ist groß: Er ist unendlich, grenzenlos, In seinem ganzen wesen.
2. Groß ist er stets und auf einmal, Nie größer oder kleiner. Wer forschet seiner jahre zahl? Nur er war stets, sonst keiner. Wir menschen sind von gestern her: Eh noch die erde war, war er, Noch eher, als die himmel.
3. Des Höchsten thron umgibt ein licht, Das ihn vor uns verhüllet. Ihn fas sen alle himmel nicht, Wie weit er sie erfüllet. Er bleibet ewig, wie er war, Verborgen, und auch offenbar In seiner werke wundern.
11. Gott! wenn ich dich so kenn und ehr, Dein wort zum grunde setze; Erfreu ich 4. Wo wären wir, wenn mich darüber mehr, Als über seine kraft Uns nicht gebilalle schätze: Bis ich dort, odet hätte? Es kennt uns, mein heil und licht, Dich kennet, was er schafft, Der ohne lallen nenne; Von anwesen ganze kette. Bei ihm
10. Gott! dessen wahrheit stets besteht, Wohl denen, die dir gläuben! Wenn erd und himmel einst vergeht, Wird dein wort ewig bleiben. Gib, daß ich fürchte dein gericht, und alles, was du dräuest; Auch hoffe, was dein wort verspricht, Daß du mir's gern verleihest. Wer hofft, wird nicht zu schanden.


