Von Gott und seinen Eigenschaften.
2. Du bist der Herr, und keiner mehr; Nichts sind der heiden götter: Nur dir gebühret preiß und ehr, Ohn dich ist kein erretter. Laß mich, o Herr, auf dich allein Von ganzem Herzen trauen, Dir inniglich ergeben sein, Auf niemand anders bauen: Dir Gott allein anhangen.
6. Unendlich ist, Herr, deine macht, zu retten, die dich lieben; Und wenn der fün3. Du bist der höchstvoll- der dich verlacht, Auch rach kommne Geist, Der Vater an ihm zu üben. Gib, daß aller geister: Dich preiset, mich deiner allmacht schutz was vernünftig heißt, Als Stets, als ein schild, beseinen Herrn und Meister.decke; Mich auch nicht menLaß meiner seele hohen schengrimm und truz, Nur werth Mich reine tugend deine strafe, schrecke: Du lehren, Und so, wie es dein tödtest leib und seele. wort begehrt, Dich ungehenchelt ehren Im geist und in der wahrheit.
7. Voll höchster weisheit bist du, Gott! Kein mensch kann sie ergründen. Wie schwer und groß auch sei die noth, Du Herr, weißt rath zu finden. Gib, daß ichs dir stets traue zu, Du werdest für mich sorgen; Auch übels weder denk noch thu, Denn dir ist nichts verborgen: Du prüfest herz und nieren.
8. Gott, du bist heilig und gerecht, kannst keine sünden leiden: Wer sagen will, er sei dein knecht, Der muß das böse meiden. Gib, daß
einst alles richten. Laß mich dein helles auge scheun, Aufrichtig vor dir wandeln, Und deiner gnade mich zu freun, Auch dann rechtschaffen handeln, Wann finsterniß mich decket.
4. Du bist, o Gott, von ewigkeit, Und wirst allzeit bestehen: Es bleibet deine herrlichkeit, Wenn himmel selbst vergehen. Laß von der erde eitlem tand Mein herz sich stets erheben, Zu meinem wahren vaterland, Laß nur nach dem mich streben, Was ewig mich erfreuet. 5. Gott! was sein wird, ist, und war, Und was wir thun und dichten, Das ist dir alles offenbar; Du wirst


