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Der Tod soll dich nicht traurig schrecken; Doch dich zur Weisheit zu erwecken, Soll er dir stets vor Augen sein.
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Er soll den Wunsch zu leben mindern, Doch dich in deiner Pflicht nicht hindern, Vielmehr die Kraft dazu verleih'n.
Ermattest du in deinen Pflichten, So laß den Tod dich unterrichten, Wie wenig deiner Tage sind.
Sprich: sollt ich Gutes wohl verschieben? Nein, meine Zeit, es auszuüben, Ist kurz, und sie verfliegt geschwind.
Denk an den Tod, wenn böse Triebe, Wenn Lust der Welt und ihre Liebe Dich reizen, und ersticke sie.
Sprich: kann ich nicht noch heute sterben? Und könnt' ich auch die Welt erwerben, Begieng' ich doch solch lebel nie.
Denk an den Tod, wenn Ruhm und Ehren, Wenn deine Schätze sich vermehren, Daß du sie nicht zu heftig liebst. Denk' an die Eitelkeit der Erden, Daß, wenn sie dir entrissen werden, Du dann dich nicht so sehr betrübst.
Denk' an den Tod bei frohen Tagen. Kann deine Lust sein Bild vertragen:. So ist sie gut und unschuldsvoll. Sprich, dein Vergnügen zu versüßen:


