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Geistliche Oden und Lieder / von C. F. Gellert. Mit einem dreifachen Register und dem Einmaleins
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Gefällt es dir, so müsse keine Plage Sich zu mir nahn; gib mir zufried'ne Tage. Allein verwehrt's mein ewig Heil:

So bleibe nur dein Trost mein Theil.

Du gibst aus Huld uns dieser Erde Freuden, Aus gleicher Huld verhängst du unsre Leiden. Ist nur mein Weh nicht meine Schuld: So zag' ich nicht, du gibst Geduld.

Soll ich ein Glück, daß du mir gabst, verlieren? Und willst du, Gott, mich rauhe Wege führen: So wirst du, denn du hörst mein Fleh'n, Mir dennoch eine Hülf' erseh'n.

Vielleicht muß ich nach wenig Tagen sterben. Herr, wie du willst! Soll ich den Himmel erben, Und dieser ist im Glauben mein, Wie kann der Tod mir schrecklich sein?

50. In Krankheit.

Ich hab in guten Stunden Des Lebens Glück empfunden, Und Freuden ohne Zahl! So will ich denn gelassen Mich auch in Leiden fassen; Welch Leben hat nicht seine Qual?

Ja, Herr, ich bin ein Sünder, Und stets strafft du gelinder, Als es der Mensch verdient.