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Verstellung, die ich doch an meinem Nächsten haffe, Erlaub ich mir, und halt es für Gewinn, Wenn ich im falschen Licht mich Andern sehen laffe, Und scheinen kann, was ich mir selbst nicht bin.
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Ich weiß, daß der Besitz der Güter dieser Erden Der Seele nie das wahre Glück verleiht; Doch bleiben sie mein Wunsch: und um beglückt zu werden, Erring' ich mir die Laft der Eitelkeit.
Ich weiß, wie groß es sei, aus Ueberlegung handeln, Und handle doch aus sinnlichem Gefühl. Durch falschen Schein getäuscht, eil' ich ihm nachzuwandeln,
Und Leidenschaft und Irrthum steckt mein Ziel. Ein gegenwärtig Gut versäum' ich zu genießen,
Flieh', was mich sucht, und suche, was mich flieht; Im Glücke bin ich stolz, verzagt in Kümmernissen, Und ohne Ruh', um Ruhe stets bemüht.
Mein Nächster hat ein Recht auf viele meiner Pflichten; Doch wird dieß Recht so oft von mir entweiht. Versagt er mir die Pflicht: so eil' ich ihn zu richten; Und sein Versehn ist Ungerechtigkeit.
Nicht Liebe gegen Gott heißt mich dem Nächsten dienen, Mehr Eigenlieb' und niedrer igennuß.
Aus ihnen fließt Betrug, Verstellung, und in ihnen Findt Neid und Haß und Stolz und Härte Schuß.
Gott ehren ist mein Ruf. Wenn ich den Ruf betrachte, Was sind' ich da für Mängel meiner Pflicht,


