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Dein Schweiß wird Blut, du ringst und zagst, Und fällst zu Erde nieder;
Du, Sohn des Höchsten, kämpfft und wagst Die erste Bitte wieder.
Du fühlst, von Gott gestärkt zum Streit, Die Schrecken einer Ewigkeit,
Und Strafen sonder Ende.
Auf dich nimmst du der Menschen Schuld Und gibst mit göttlicher Geduld Dich in der Sünder Hände.
Du trägst der Missethäter Lahn, Und hattest nie gesündigt;
Du, der Gerechte, Gottes Sohn; So war's vorher verfündigt. Der Frechen Schaar begehrt dein Blat, Du duldest, göttlich groß, die Wuth, Um Seelen zu erretten.
Dein Mörder, Jesus! war auch ich: Denn Gott warf aller Sünd' auf dich, Damit wir Friede hätten.
Erniedrigt bis zur Knechtsgestalt, Und doch der Größt im Herzen, Erträgst du Spott, Schmach und Gewalt, Voll Krankheit und voll Schmerzen. Wir sah'n dich, der Verheißung Ziel: Doch da war nichts, das uns gefiel, Und nicht Gestalt, noch Schöne. Vor dir, Herr! unsre Zuversicht Verbarg man selbst das Angesicht; Dich schmäh'n des Bundes Söhne. Univ.- Bibl. Giessen


