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Geistliche Oden und Lieder / von C. F. Gellert. Mit einem dreifachen Register und dem Einmaleins
Entstehung
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War mir der Fehltritt leid, sobald ich ihn begangen? Bestritt ich auch in mir ein unerlaubt Verlangen? Und wenn in dieser Nacht Gott über mich gebeut: Bin ich, vor ihm zu stehn, auch willig und bereit? Gott, der du alles weißt, was könnt ich dir verhehlen? Ich fühle täglich noch die Schwachheit meiner Seelen. Vergib durch Christi Blut mir die verletzte Pflicht, Vergib, und gehe du nicht mit mir in's Gericht.

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Ja, du verzeihest dem, den seine Sünden fränken; Du liebst Barmherzigkeit und wirst auch mir sie schenken. Auch diese Nacht bist du der Wächter über mir, Leb ich, so leb ich dir, sterb ich, so sterb ich dir.

6. Abendlied.

Für alle Güte sei gepreist,

Gott Vater, Sohn und heil'ger Geift! Ihr bin ich zu geringe. Vernimm den Dank, den Lobgesang, Den ich dir kindlich singe.

Du nahmst dich meiner herzlich an, Haft Großes heut an mir gethan, Mir mein Gebet gewähret; Hast väterlich mein Haus und mich Beschützet und genähret.

Herr, was ich bin, ist dein Geschenk; Der Geist, mit dem ich dein gedenk, Ein ruhiges Gemüthe; Was ich vermag bis diesen Tag, Ist alles deine Güte.