und Evangelien.
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Geist. Einem andern Bunder zu thun. Einem andern Wet: fagung. Einem andern Geister zu unterscheiden. Einem andern mancherlei Sprachen. Einem andern die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derselbe einige Geift; und theilet einem jeglichen seines zu, nachdem er will.
Evangelium, Matth. 9, v. 9-13.
Und da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am 3oll sigen, der hieß Matthäus, und sprach zu ihm: Folge mir. Und er stund auf und folgte ihm. Und es bes gab sich da er zu Zische saß im Hause, siehe, da kamen viel 3öllner und Sünder, und aßen zu Zische mit Jesu und seinen Jüngern. Da das die Pharisäer sahen, spracben sie zu seinen Jüngern: warum isset euer Meister mit diefen Zöllner und Sünder? Da das Jesus hörte, sprach er zu ihnen: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, ondern die Kranken. Gehet aber hin und lernet was das sey. Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit, und nicht am Opfer. Ich bin kommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Frommen.
Am Tage St. Michaelis.
Epistel, Offenbar. Joh. 12, v. 7. 12.
Und es erhub sich ein Streit im Himmel. Michael und
seine Engel ftritten mit dem Drachen, und der Drache ftritt und seine heilige Engel, und siegten nicht, auch ward ihrer Stätte nicht mehr funden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführt, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen. Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil, und die Kraft, und das Reich und die Macht unsers Gottes seines Chriftus worden, weil der Verkläger unfrer Brükder verworfen ist, der sie verklagte Tag und Nacht vor Bott. Und sie haben ihn überwunden, durch des Lammes Blut, und durch das Wort ihrer Zeugniß, und haben ihr Leben nicht geliebt bis an den Zod. Darum freuet euch ihr Himmel, und die darinnen, wohnen.


