Erste Abtheilung. 1. Abschnitt.
Das sagt einem jeden sein Gewissen und die unbestechliche Gerechtigkeit Gottes, welche nichts Böses unbestraft läßt, so lange keine vollkommene Versöhnung und Aenderung herzukommt( Röm. 2, 5. f. 2 Theff. 1, 9. f. Matth. 25, 41.).
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9. Deßwegen hast du höchst übel und dir selbst den größten Schaden gethan, wenn du deine Buße gesparet hast, bis du nun krank geworden bist. Jetzt wird es einen ganz besondern Ernst und doppelte Arbeit der Bekehrung kosten, wenn du noch gerettet werden willst. Du hast viel mit Leibesnoth zu thun, aber wie wird es mit deiner Seele werden Ach! deßhalb stehe wohl zu; verlaß augenblicklich den breiten, bösen Weg; bitte um die stärkste Zerknirschung, um die rechte Zermalmung deines harten Sinnes. Dein ewiges Wohl und Wehe hängt an wenigen Augenblicken! D! halte dich nicht mit fleischlichem Trost auf. Dein Wahn- und Scheinglaube reicht hier nicht aus; du hast es hier mit dem Allwissenden zu thun. Gottes Zorn scherzt nicht, er ist ein verzehrend Feuer. deine Seele( Jerem. 31, 18. 12, 29. 3, 7. f.).
Darum eile und errette Pfalm 139, 1. Ebr.
10. Findest du aber in deinem Gemüthe rechtschaffene Angst und wahres Herzeleid über deine Sünde, so gieb dich nicht der Verzagung und Verläugnung der Gnade hin. Hänge dich vielmehr


