unsere HErrn und Heilandes JEfu Chrifti
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dert brüdern wiederfahrene Erschei= nung gehöret.
und sahe den jünger folgen, welchen| 1. Cor. 15, v. 6. mehr denn fünfhunJEsus lieb hatte, der auch an seiner brust am abendessen gelegen war, und gesagt hatte: HErr, wer ists, der dich verräth? Da Petrus diesen sahe, spricht er zu JEsu: HErr, was soll aber dieser? JEsus spricht zu ihm: So ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? folge du mir nach. Da ging eine rede aus unter den brüdern: Dieser jünger stirbt nicht. Und JEsus sprach nicht zu ihm: Er stirbt nicht, sondern: so ich will, daß er bleibe, bis ich fomme, was gehet es dich an? Dies ist der jünger, der von diesen dingen zeuget, und hat dies geschrieben. Und wir wissen, daß sein jeugniß wahrhaftig ist.
Hierauf erfolgete die offenbarung des erlösers auf einem berge in Galiläa.
Nach der Vorlesung am 1.Ostertage, bergl. mit dem Evang. am Himmelfahrtstage. Wohin auch wahrscheinlich die nach
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Nach selbiger ist er gesehen worden von Jakobo; darnach von allen Aposteln,
Siehe die Epistel am 11. Sonntage nach
bei seiner Himmelfahrt.
Er führte sie nämlich hinaus bis gen Bethania, und hob die hände auf und segnete sie. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr gen himmel. Sie aber beteten ihn an, und kehrten wieder gen Jerufalem mit großer freude und waren allewege im tempel, preiseten und loz beten GOtt.
Siehe auch das Evangelium und die Epistel am Himmelfahrtstage;
Und in Ansehung der dem Paulo nach der vorhin angezogenen Epistel geschehenen sehr merkwürdigen Offenbarung.Apost. Gesch. Cap. 9.
Die Beschreibung von der Zerstörung Jerusalems.
Als
IS DIT ment onder m Te das vormals von GOtt so| dem ausbruche dieser gerichte GOttes außerordentlich begnadigte volk hergegangene zeichen; allein die sicherste der juden das maß seiner gehäuften und nächste anzeige davon war wohl fünden durch die verwerfung und das sich in dem jüdischen reich immer freuzigung des unter ihnen erschiene weiter ausbreitende gänzliche verder= nen heilandes der welt erfüllet hatte; ben. Man verließ nun völlig die heili so näherte sich dasselbe demjenigen er- gen geseze GOttes, setzte die ganze reliz schrecklichen strafgerichte immer merk- gion nur in eine abergläubische beob licher, welches durch die propheten und achtung äußerlicher gebräuche und den mitleidigen erlöser selbst mit thrä- überließ sich mit einem frechen leichte nen zuvor verkündiget war, und in der sinn allen lastern. Daher nahmen une gänzlichen zerstörungJerusalems und ordnungen und spaltungen in allen des ganzen jüdischen reichs, der welt ständen immer mehr überhänd; Zr= ein belehrendes denkmal vor augen rusalem und das ganze land ward mit legte, wie schwer der zorn GOttes ge= räubern und mördern angefüllet und gen beharrliche verächter seiner gnade, die ganze nation beschleunigte ihren und wie groß insonderheit die verschul- untergang durch ihre eigene jerrüttung dung sei, die dieses unglückliche volk mehr, als die gewalt der romernomi durch die vergießung des unschuldigen und heiligen blutes JEsu Christi auf sich geladen.
Josephus erzählet verschiedene vor
Diese beherrschten seit deng zeiten Jesu Christi das jüdische land durch landpfleger, welchendurch geigmund härte das römische joch den juden noch


