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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch, nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln : auf Seiner Kgl. Majestät Allergnädigsten Befehl hrsg.
Entstehung
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unsers HErrn und Heilandes JEfu Chrifti.

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3Esu begaben, um ihn mit den zube| war, früh am ersten tage der sabbather, reiteten specereien zu falben, wird noch vor ihrer anfunft das grab JEsu, bei seiner auferstehung, unter einem erd­beben, durch einen engel, zur großen bestürzung der hüter eröffnet. Siehe das Evangelium und die vormittä­gige Vorlesung am ersten Ostertage, berglichen mit Luc. 24, 1.

erschien er am ersten der Maria Mag­dalena, von welcher er sieben teufel ausgetrieben hatte. Diese Maria nämlich( die Petro und dem andern jünger gefolget und bei deren weg­gehen zurück geblieben war) stand vor dem grabe und weinete draußen. Als fie nun weinete, guckte ſie in das grab und siehet zween engel in weißen flei­dern sigen, einen zum haupte und den andern zu füßen, da sie den leichnam JEsu hingelegt hatten. Und dieselbi­gen sprachen zu ihr: Weib, was weis neft du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen HErrn weggenommen und ich weiß nicht, wo sie ihn hinges legt haben. Und als sie das ſagte, wandte sie sich zurück und siehet ZE­um stehen, und weiß nicht, daß es JEsus ist. Spricht JEsus zu ihr: du? Sie meinet, es sei der gärtner, Weib, was weinest du? wen suchest und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingelegt? so will ich ihn holen. Spricht JEsus zu ihr: Maria. Da wandte sie sich um und spricht zu ihm: Rabbuni, das heißet, meister. Spricht JEsus zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem vater. Gehe aber hin zu mei­nen brüdern und sage ihnen: ich fahre auf zu meinem bater und zu eurem vater, zu meinem GOtt und zu eurem GOtt. Maria Magdalena kommt und verkündigt den jüngern, die mit ihm gewesen waren, die da leid tru­gen und weineten: Ich habe den HErrn gesehen und solches hat er zu mir gesagt. Und dieselbigen, da sie reten, daß er lebte und wäre ihr er= schienen, glaubeten sie nicht.

Unter ihnen kommnt Maria Mag­dalena zu dem grabe und siehet, daß der stein vom grabe hinweg war. Da läuft sie, kommt zu Simon Petro und dem andern jünger, welchen JEsus lieb hatte und spricht zu ihnen: Sie haben den HErrn weggenommen aus dem grabe, und wir wissen nicht, wo fie ihn hingelegt haben.

Auch die übrigen weiber sehen den stein abgewälzet und gehen hinein in das grab, wo sie den leib JEsu nicht finden; aber zu verschiedenen malen durch engel die versicherung seiner auf erstehung und den auftrag erhalten, folche seinen jüngern zu verkündigen. Siehe das Evangelium und die Vorle­fung des ersten Ostertages, verglichen

mit Buc. 24, 2 bis 11.

Unterdessen ging Petrus und der andere jünger auf die von der Maria Magdalena erhaltene nachricht hin­aus und kamen zum grabe. Es liefen aber die zween mit einander, und der andere jünger lief zuvor, schneller denn Petrus, und kam zuerst zum grabe, gudt hinein und siehet die leinen ge­leget, er ging aber nicht hinein. Da tam Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das grab, und siehet die leinen geleget und das schweißtuch, das JEsu um das haupt gebunden war, nicht bei die leinen gelegt, fon­dern beiseits eingewickelt an einen be­fondern ort, und es nahm ihn wunder, wie das zuginge. Da ging auch der andere jünger hinein, der am ersten zum grabe kam, und sah und glaubete es. Denn sie wußten die schrift noch nicht, daß er von den todten auferste­hen müßte. Da gingen die jünger wieder zusammen.

JEsus aber, da er auferstanden

Gleich nach dieser ersten erscheinung des HErrn JEsu geschah die zweite den übrigen weibern, als sie auf dem wege waren, um die verkündigung der engel den jüngern anzuzeigen. 3u welcher zeit auch die hüter des grabes den hohenpriestern von demjenigen, was geschehen war, nachricht bringen;