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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch, nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln : auf Seiner Kgl. Majestät Allergnädigsten Befehl hrsg.
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Episteln und Evangelien,

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waage bleibet. Siehe, die inseln sind wie ein stäublein. Der Libanon wäre zu geringe zum feuer und seine thiere zu geringe zum brandopfer. Alle hei= den sind vor ihm nichts und wie ein nichtiges und eiteles geachtet. Wem wollt ihr denn GOttnachbilden? oder was für ein gleichniß wollt ihrihm zu= richten? Der meister geußt wohl ein bild und der goldſchmied übergüldetes

und

harren, kriegen neue kraft, daß sie auf­fahren mit flügeln wie adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.

Am Feste der Heimsuchung Mariä.

Epistel,

Jes. Cap. 11, v. 1 bis 5. Es wird eine ruthe aufgehen von

Desgleichen wer eine arme hebe ver- aus seiner wurzel wird frucht bringen, mag, der wählet ein holz, das nicht auf welchem wird ruhen der geist des faulet und suchet einen flugen meister HErrn, der geist der weisheit und des dazu, der ein bild fertige, das bestän- verstandes, der geist des raths und dig sei. Wisset ihr nicht? höret ihr der stärke, der geist der erkenntniß und nicht? ist es euch nicht vormals ver- der furcht des HErrn und sein riechen kündiget? habt ihr es nicht verstan- wird sein in der furcht des HErrn. Er den von anbeginn der erden? Er si- wird nicht richten, nachdem seine au­Bet über dem freis der erden und die gen sehen, noch strafen, nachdem seine darauf wohnen, sind wie heuschrecken; ohren hören, sondern wird mit gerech­der den himmel ausdehnt wie ein dün- tigkeit richten die armen und mit ge= nes fell und breitet sie aus wie eine richt strafen die elenden im lande, und hütte, da man inne wohnet. Der die wird mit dem stabe seines mundes die fürsten zu nichte machet und die rich- erde schlagen und mit dem odem seiner ter auf erden eitel machet, als hätte lippen den gottlosen tödten. Gerech­ihr stamm weder pflanzen, noch sa- tigkeit wird der gurt seiner lenden sein men, noch wurzel in der erde; daß sie, und der glaube der gurt seiner nieren. wo ein wind unter sie wehet, verdor­ren und sie ein windwirbel wie stop= peln wegführet. Wem wollt ihr denn

nachbilden, ich gleich sei, spricht der heilige? Hebet eure augen in die höhe und sehet: wer hat solche dinge geschaffen und führet ihr heer bei der zahl heraus? Der sie alle mit namen rufet; sein vermögen und starke Fraft ist so groß, daß nicht an einem fehlen kann. Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagest: Mein weg ist dem HErrn verborgen und mein recht gehet vor meinem GOtt über? Weißt du nicht? hast du nicht gehöret? der HErr, der ewige GOtt, der die enden der erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein ver­stand ist unausforschlich. Er giebt dem müden kraft und stärke genug dem unvermögenden. Die knaben werden müde und matt und die jüng­linge fallen. Aber die auf den HErrn

Evangelium, Luc. Cap. 1, v. 39 bis 56. Maria stand auf in den tagen und ging auf zu

der stadt Juda, und kam in das haus Zachariä und grüßete Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den gruß Maria hörete, hüpfte das find in ih­rem leibe. Und Elisabeth ward des heiligen geistes voll und rief laut und fprach: Gebenedeiet bist du unter den weibern und gebenedeiet ist die frucht deines leibes! Und woher kommt mir das, daß die mutter meines HErrn zu mir fommt? Siehe, da ich die stimme deines grußes hörete, hüpfte mit freu­den das kind in meinem leibe. Und o selig bist du, die du geglaubet hast, denn es wird vollendet werden, was dir gesaget ist von dem HErrn. Und Maria sprach: Meine seele erhebet den HErrn und mein geist freuet sich GOttes meines heilandes, denn er