einer feinen äußerlichen Zucht.
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weder aus dem Herzen, oder nach Anleitung eines Gebetbuchs seine Sinnen und Gedanken mit Gott zu verbinden, und die Herrlichkeit dieser Seelenspeise herzlich und demüthig zu erwägen. Man trete in die Ordnung, wie es sich schicket, und nahe sich also in eifriger und stiller Andacht zum Altar. Sich viel umsehen, nach andern schauen, mit den Augen hin- und herfahren, ist ein Zeichen eines frechen Gemüths, andern vorzulaufen, den Rang nehmen, ist Unverschämtheit, indem der letzte so viel empfähet als der erste, und GOtt keine Person ansiehet; man trachte nur würdig hinzu zu gehen, und achte es nicht, wer vor oder nach uns gehe.
Sun
stotle
10. Kommt man nun in seiner Ordnung zum Altar, so denke man, jetzt trete ich zu JEsu, der mich durch des Dieners Haud speiset mit seinem heiligen Leib, und wenn man den Mund an den Kelch setzet, so denke man, ich trinke aus der Seiten- Wunde JEsu sein heiliges Blut. Sich auf dem Altar viel umsehen wollen, wäre Ungezogenheit, da sollen die Augen niedergeschlagen, das Gemüth hineinwärts gefehret, und das Herz bei GOtt im Himmel sein. dando fidiot o
Ist die himmlische Speise und Trank, JEsu Leib und Blut genossen, so danke man GOtt für die erlangten Gnadenschätze, der Vergebung der Sünden, des Friedens mit GOtt, der Vereinigung mit JEsu, der Versicherung seiner Seligfeit. Man bleibe in seiner Andacht, im Gebet, oder man singe mit, bis auch die andern Tischgenossen JEsu die himmlischen Gaben empfangen. Gibt GOtt etlichen Seelen zu der Zeit große


