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B. Schullieder.
2. Die Blume, die am gebens, der sich in meinem Morgen stehet, fällt vor der Herzen regt. Und sterb' ich Abenddämm'rung ab; die einen schnellen Tod, sei Luft, die jetzt mich ange mir barmherzig, Herr, mein wehet, stürzt mich vielleicht Gott! ins nahe Grab; der Jüngling, eh' er sich's versieht, stirbt, und ist noch nicht aufgeblüht.
3. Entziehe dich dem
Theodor Gottlieb von Hippel, 1741-1796.
dein Wandel, Seele, sei im Himmel, dann eilest du dem Leben zu! Nach einer kurzen Prüfungszeit ist Ewigkeit, ist Ewigkeit!
Mel. Christus, der ist mein 2c. 1. Cor. 15, 55.
Weltgetümmel, hier iſt der 78. Men
ag
auch der
ein Tag des Lichtes naht. Nach Dämm'rung wird es tagen, zur Heimath führt der Pfad.
2. Mag auch die Liebe weinen, es kommt ein Tag des Herrn. Nach dunkler Nacht erscheinen wird ihr der Morgenstern.
4. Verschiebe niemals deine Pflichten; was jetzt zu thun, du schuldig bist, denk' nicht, erst morgen auszurich ten; wer weiß, ob's morgen möglich ist? Mensch, dieser Augenblick ist dein, der künft'ge wird's vielleicht nicht sein!
5. Noch eh' ich diesen Tag vollende, ergreift vielleicht
mich schon der Tod; drum
lehr' mich denken, Herr, ans Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. Ende, an meine letzte Todes
2. Tim. 2, 11.
3. Mag Hoffnung auch erschrecken, mag jauchzen Grab und Tod, die Schlummernden wird wecken ein ewig Morgenroth.
Dr. Friedrich Adolph Krummacher,
1768-1845.
noth; o laß, stellt ſie sich 79. Meine Lebens
ner Lampe sein!
zeit ver: streicht, stündlich eil ich zu 6. Es sei, o Vater mei- dem Grabe; und wie wenig nes Lebens, wann einst die ist's vielleicht, das ich noch letzte Stunde schlägt, der zu leben habe? Denk', schwache Seufzer nicht ver- Mensch, an deinen Tod!


