B. Schullieder.
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heißt Jesus Christ, der Herr 2. Begnadigt, Herr, mit Zebaoth, und ist kein andrer Gott; das Feld muß er be: halten.
deiner Kraft und deines Geistes voll, gedenk er stets der Rechenschaft, die er dir geben soll.
3. Der über Christen, Gott, von dir zum Herrn verordnet ist, sei deiner Kirche Schuß und Zier, ein echter Mensch und Christ.
4. Groß und voll Müh' ist seine Pflicht, und er ein Mensch, wie wir; ach, er bedarf vor Andren Licht und Rath und Kraft von dir!
3. Und wenn die Welt voll Teufel wär' und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr: es soll uns. doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie sau'r er sich stellt, thut er uns doch nicht: das macht, er ist gericht't; ein Wörtlein kann ihn fällen.
4. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein'n Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr', Kind und Weib: laß fahren dahin, sie haben's kein'n Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben.
Dr. Martin Luther, 1483-1546.
5. Sei du sein Licht, sein Hort, sein Schild! laß ihn dir ähnlich sein, laß menschenfreundlich ihn und mild sein Volk, wie du erfreun.
6. Er zeig' auf seinem Throne sich als deinen treusten Sohn; dem Laster sei er fürchterlich, der Tugend Schuß und Lohn.
7. Er haffe den Gewissenszwang als schnöde Tyrannei, und fördre nicht
Königs Geburtstag. durch Straf und Drang der
Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. Spr. 20, 28.
In deiner Stärke
74. 3n freue sich der
König allezeit; sein Auge seh', o Gott, auf dich, sein Herz sei dir geweiht.
Bürger Heuchelei.
8. Beglückter Bürger Liebe sei sein edelster Gewinn, und kein gerechter Seufzer schrei' gen Himmel wider ihn.
9. Er fördre freudig dei nen Ruhm und denke stets


