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Schul-Gesangbuch der Stadt Görlitz
Entstehung
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A. Allgemeine Kirchenlieder.

Worten, sprich: mein Heil,| ob es gleich viel Tausend laß dich umfangen, laß mich nähret, und daß mit dem immer an dir hangen. Saft der Reben uns wird Christi Blut gegeben. O der großen& eimlichkeiten, die nur Gottes Geist kann deuten!

3. Zwar beim Kaufen theurer Waaren pflegt man sonst kein Geld zu sparen; aber du willst für die Ga­ben deiner Huld kein Geld nicht haben, weil in allen Bergwerksgründen kein solch Kleinod ist zu finden, das die blutgefüllten Schalen und dies Manna kann bezahlen.

7. Jesu, meine Lebens­sonne, Jesu, meine Freud' und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, hier. fall' ich zu deinen Füßen: laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise!

4. Ach, wie hungert mein Gemüthe, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach, wie pfleg' ich oft mit Thränen 8. Herr, es hat dein mich nach dieser Rost zu treues Lieben dich vom sehnen! Ach, wie pfleget mich Himmel hergetrieben, daß zu dürsten nach dem Trank du willig hast dein Leben des Lebensfürsten, wünsche in den Tod für uns ge­stets, daß mein Gebeine sich durch Gott mit Gott vereine!

geben und dazu ganz un­verdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken.

9. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens, oder mir vielleicht zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen; laß mich durch dies Seelen­essen deine Liebe recht er­messen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög' dein Gast im Himmel werden!

Johann Frank, 1618-1677.

5. Heil'ge Luft und tiefes Bangen nimmt mein Herze jetzt gefangen; das Geheim­niß dieser Speise und die unerforschte Weise machet, daß ich früh vermerke, Herr, die Größe deiner Stärke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der dein' Allmacht sollt' ergründen?

6. Nein, Vernunft die muß hier weichen, kann dies Wunder nicht erreichen, daß dies Brot nie wird verzehret,

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