A. Allgemeine Kirchenlieder.
bes Mal gespürt, daß du| höhern Chor viel tausend mich unter vieler Plage ge- Halleluja vor.
Johann Menter, 1658-1734.
treulich haft hindurch geführt; denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr.
12. Wie sollt' ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie sollt' ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphirend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein.
13. Drum reiß ich mich jetzt aus der Höhle der schnöden Eitelkeiten los und rufe mit erhöhter Seele: Mein Gott, du bist sehr hoch und groß! Kraft, Ruhm, Preis, Dank und Herrlichkeit gehört dir jetzt und alle Zeit!
14. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt. Ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt. Ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein.
15. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin! Im Himmel soll es besser werden, wenn ich bei deinen Engeln bin. Da sing' ich dir im
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Eigene Melodie. 2. Tim. 1, 7.
21. Gott, du from
mer Gott, du Brunnquell guter Gaben, ohn' den Nichts ist, was ist, von dem wir Alles haben, gesunden Leib gieb mir, und daß in solchem Leib ein' un verletzte Seel' und rein Ge wissen bleib'!
2. Gieb, daß ich thu' mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet. Gieb, daß ich's thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ich's thu', so gieb, daß es gerathe wohl.
3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen; laß kein unnüßes Wort aus meinem Munde gehen; und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gieb den Worten Kraft und Nachdruck ohn' Verdruß.
4. Find't sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen, gieb einen Heldenmuth, das Kreuz hilf selber tragen. Gieb, daß ich meine Feind' mit Sanftmuth überwind', und wenn ich Rath
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