A. Allgemeine
unser Feld mit Thau und Regen nett?
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5. Wer wärmet uns in Kält' und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Oel und Most zu seinen Zeiten find't?
6. Wer giebt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güld'nen, werthen, edlen Fried' in unfrem Vaterland?
7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt Alles thun; du hältst die Wach' an unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn.
8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu, und stehst uns, wenn wir in Gefahr gerathen, herzlich bei.
9. Du strafft uns Sünder mit Geduld, und schlägst nicht allzusehr, ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer.
10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht, und giebst uns, was uns hoch erfreut, und dir zur Ehr' gereicht.
11. Du zählst, wie oft ein Christe wein', und was sein Kummer sei; kein' Zährund Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei.
Kirchenlieder.
12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd' entgeht.
13. Wohlauf, mein Herze, fing' und spring', und habe guten Muth; dein Gott, der Ursprung aller Ding', ist selbst und bleibt dein Gut.
14. Er ist dein Schatz, dein Erb' und Theil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf' und Heil, schafft Rath und läßt dich nicht.
15. Was kränkst du dich in deinem Sinn, und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg' und wirf sie hin auf den, der dich gemacht.
16. Hat er dich nicht von ernährt? Wie manchen schweJugend auf versorget und ren Unglückslauf hat er zurück gekehrt!
17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment; nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End'.
18. Ei nun, so laß ihn ferner thun, und red' ihm nicht darein; so wirst du hier in Frieden ruhn, und ewig fröhlich sein.
Paul Gerhardt, 1606-1676.


