Weihnachten.
31
satt mich sehen, Und weil ich nun nicht weiter kann, So preis ich, was geschehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär Und meine Seel ein weites Meer, Daß ich dich möchte fassen!
5. Wenn oft mein Herz vor Leide weint Und keinen Trost kann finden, Da ruft mirs zu:, ich bin dein Freund, Ein Tilger deiner Sünden; Was trauerst du, mein Fleisch und Bein? Du sollst ja guter Dinge sein, Ich zahle deine Schulden!"
6. Du fragest nicht nach Lust der Welt Noch nach des Leibes Freuden; Du hast dich bei uns eingestellt, An unserer Stadt zu leiden; Suchst meiner Seele Trost und Freud Durch dein selbsteignes Herzeleid, Das will ich dir nicht wehren.
7. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, Mein Heiland, nicht versagen: Daß ich dich möge für und für In, bei und an mir tragen. So laß mich deine Wohnung sein, Komm, komm und kehre bei mir ein Mit allen deinen Freuden.
8. Zwar sollt ich denken, wie gering Ich dich bewirthen werde; Du bist ein Schöpfer aller Ding, Ich bin nur Staub und Erde; Doch bist du ein so lieber Gast, Daß du noch nie verschmähet hast Den, der dich gerne siehet.
P. Gerhardt, † 1676.
33. Fröhlich soll mein Herze springen Dieser Zeit
Da vor Freud Alle Engel singen. Hört, hört, wie mit vollen Choren Alle Luft Jauchzt und ruft: Christus ist geboren!


