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Morgen-, Mittag- und Abendlieder.
Schild und Hütte Den vergangnen Tag; Sei die Nacht Auf der Wacht, Und laß mich von deinen Scharen Um und um bewahren.
2. Decke mich von oben Vor der Feinde Toben Mit der Vaterhuld; Ein versöhnt Gewissen Sei mein Ruhekissen: Drum vergib die Schuld! Denn dein Sohn Hat mich davon Durch die tiefgeschlagnen Wunden Gnädiglich entbunden.
3. Laß auch meine Lieben Keine Noth betrüben; Sie sind mein und dein. Schließ uns mit Erbarmen In den Vaterarmen Ohne Sorgen ein. Du bei mir Und ich bei dir: Also sind wir ungeschieden, Und ich schlaf in Frieden.
4. Komm, verschließ die Kammer Und laß allen Jammer Ferne von uns sein; Sei du Schloß und Riegel, Unter deine Flügel Nimm dein Küchlein ein; Deck uns zu Mit Schutz und Ruh, kein Grauen wecken, Noch der Feind
So wird uns
uns schrecken.
5. Wie, wenn ich mein Bette Heut zum Grabe
hätte? Wie bald roth, bald todt! Doch, hast du beschlossen, Daß mein Ziel verflossen, Kommt die Todesnoth, So will ich nichts wider dich; Gerne weil ich dich gefunden, Sterb ich alle Stunden.
6. Nun wohlan! ich thue In vergnügter Ruhe Meine Augen zu. Seele, Leib und Leben Hab ich dir ergeben, Treuer Hüter, du! Gute Nacht, Nimm mich in Acht; Und erleb ich ja den Morgen, Wirst du weiter sorgen. B. Schmold, † 1737.
Mel.: Welt, ich muß zc.
21. Herr, der du mir das Leben Bis diesen Tag gegeben, Dich bet ich kindlich an. Ich bin viel zu


