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4. Die Engel dein zur Wach bestell, Daß uns der böse Feind nicht fäll; Vor Schrecken, Angst und Feuersnoth Behüt uns heut, o treuer Gott.
R. Hermann, † 1561.
Abend.
16. Werde munter mein Gemüthe, Und ihr Sinne, geht herfür, Daß ihr preiset Gottes Güte, Die er hat gethan an mir, Da er mich den ganzen Tag Vor so mancher schweren Plag Durch sein gnadenreiches Walten Hat beschirmet und erhalten.
2. Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, Daß mir ist mein Werk gelungen, Daß du mich vor allem Leid Und vor mancher Art So getreulich haft bewahrt, Feinde weggetrieben,
Sünden Auch die geblieben.
Daß ich unversehrt von dir gewichen,
Doch ich
3. Herr, ich bin
stell mich wieder ein; Denn dein Sohn hat ausgeglichen Meine Schuld durch seine Bein. Ich verleugne nicht die Schuld; Aber deine Gnad und Huld Ist viel größer, als die Sünde, Die ich täglich in mir finde.
4. Odu Licht der frommen Seelen, O du Glanz der Ewigkeit, Dir will ich mich ganz befehlen Diese Nacht und alle Zeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, Weil es nunmehr dunkel hier; Daß kein Unfall mich betrübe, Tröste mich mit deiner Liebe.
5. Laß mich diese Nacht empfinden Eine sanfte, süße Ruh; Alles Uebel laß verschwinden, Decke mich mit Segen zu; Leib und Seele, Muth und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feind
und Hausgenossen Sein in deinen Schuß geschlossen.


