Druckschrift 
Reisepsalter : [Nebst] Das Leiden und Sterben unseres Herrn u. Heilandes Jesu Christi
Einzelbild herunterladen

Kein menschlich Herz vermag dies auszudenken, was Dir zu schenken.

Marci 15, 27-33, ober Matth. 27, 38-45. Und sie freuzigten mit Ihm zween Mörder, einen­zu Seiner Rechten und einen zur Linken. Da ward die Schrift erfüllet, die da sagt: Er ist unter die Uebelthäter gerechnet. Und die vorüber gingen, läster­ten Ihn und schüttelten ihre Häupter und sprachen: Pfui Dich, wie fein zerbrichst Du den Tempel und baueft ihn in dreien Tagen. Hilf Dir nun selber und steig' herab vom Kreuz. Desselbigen gleichen die Ho­henpriester verspotteten Ihn unter einander, sammt den Schriftgelehrten und sprachen: Er hat Andern geholfen und kann Sich Selber nicht helfen. Ist Er Christus und König in Israel, so steige Er nun vom Kreuz, daß wir sehen und glauben. Und die mit Ihm ge­freuziget waren, schmäheten Ihn auch. Und nach der sechsten Stunde ward eine Finsterniß über das ganze Land, bis um die neunte Stunde.

Mel.: Ich hab' mein' Sach' GOtt beimgestellt. ( Erschrecklich, daß der HErr erbleicht der Herrlichkeit, dem Niemand gleicht, der Lebens­fürft! Die Erde kracht und es wird Nacht, weil GOttes Sohn wird umgebracht.)

Marci 15, 34-37, oter Matth. 27, 46-50. Und um die neunte Stunde rief JEsus laut und sprach: Eli, Eli, lama ajabthani? das ist verdolmet­schet: Mein GOtt, mein GOtt, warum hast Du Mich verlassen? Und etliche, die dabei standen, da sie das höreten, sprachen: Siehe, Er ruft den Elias. Da lief einer und füllete einen Schwamm mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und tränkte Ihn und sprach: Halt, laßt seben, ob Elias komme und Ihn herabnehine. Aber JEsus schrie laut und verschied. ( Stilles Gebet während dreimaligen Anschlagens der Betgloce.) Mel.: Auf meinen lieben GOtt.

-

D mein HErr JEsu Christ, der Du so

12