den Sonntag andächtig hin.
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empfangen hat. 2) 3u seiner Seele Besten, daß er den Tag widme zum Anhören göttlichen Worts, damit er in der Er-. fenntniß Gottes und in seinem Christenthum zunehmen möge. 3) Dieses Alles aber soll er thun nicht etwa eine oder eine halbe Stunde, sondern den ganzen Tag; denn das dritte Gebot redet von dem ganzen und nicht von dem halben Tage. Ach gewiß, an der andächtigen Feier des Sonntags liegt viel, daran hängt ein großer Segen. Wer weiß, warum viele Menschen der Fluch und Unsegen drückt! Die Alten haben gesagt: Wie man höret Gottes Wort, so gehet auch die Nahrung fort. 4) Hat man Gottes Wort gehört, so behalte man es in einem feinen guten Herzen, man lebe darnach, man bringe die Lebensregeln sogleich in die Ulebung und sammle sich dabei einen Vorrath an Troftlehren und Kraftsprüchen, deren man sich in Noth und Tod bedienen könne.
Gebet.
Dies ist der Tag, den Gott gemacht hat, lasset uns freuen und fröhlich darinnen sein! Heut ist des Herrn Tag und der mir von Gott geschenkte Ruhetag, deshalb will ich ihn zu Gottes Ehren mit Danken und Beten zubringen. Ich danke dir, o Gott, für deine vielfältigen Gaben, die du an diesem Tag mir ertheilet: auf einen Sonntag ist Jesus mein Heiland aus dem Grabe auferstanden, und der heilige Geift über die Apostel ausgegossen worden; darum erinnere ich mich an diesem Tage billig meiner Erlösung, die durch Jeſum Christum geschehen ist, und der Mitthei


