Vorrede.
es sei wohlgethan, wenn man andächtigen Seelen in solchen Jammer- Stunden Anleitung gebe, die Noth des Nächsten und
re eigene Noth in Bitte, Gebet und Fürbitte vorzutragen. Und da uns der getrene Gott in unserm deutschen Vaterlande den edlen Frieden geschenkt hat, so habe ich auch zu diesen Freuden- Festen eine Andacht hinzufügen wollen.
Eben um dieser Ursache willen ist diese Auflage auch mit Fest- Andachten vermehrt worden, damit in solchen Tagen der müde Geist in Gott erfreut, irdisch gefinnte Menschen aber erinnert werden mögen, wie Festtage keine Spazier-, Lauf-, Sauf-, Spiel- und Tanztage, sondern Bet-, Lob- und Danktage sein sollen.
Es scheint, die bösen Gewohnheiten bleiben ein fündliches Erbgut, welches eine Zeit der andern überliefert, so daß nan mit Nicolaus von Clemängis noch dieselbe Klage führen muß, daß an keinem Tage mehr Sünden getrieben werden, als an Sonn- und Festtagen.
Du aber, o dreieiniger Gott, wirke in allen Betenden eine herzliche und inbrünstige Andacht Lasse die Gefunden in den Tagen, in denen du sie mit Wohlergehen begnadigt, in deiner Erkenntniß mit Liebe zunehmen und sich Schätze sammeln, damit sie sich in Noth und Tod aufrichten können. Erfreue die Be trübten in ihren Jammer Stunden; versichere sie deiner Allmacht. Weisheit und Trene.
Ueberzeuge die Kranken von deiner


