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Fürstlich Ysenburgisches Gesangbuch zur Beförderung der öffentlichen und häuslichen Erbauung : [nebst] Anhang zum christlichen Gesangbuche
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Abendlieder.

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5. Herr, wenn mich wird diell 2. Wo bist du, Licht, geblieben? lange Nacht bedecken, und in die Die Nacht hat dich vertrieben, die Ruh' des tiefen Grabes strecken, so Nacht, des Lichtes Feind. Doch blicke mich mit deinen Augen an, eine andre Sonne, mein Jesus, daraus ich Licht im Tode nehmen meine Wonne, ist's die mir hell im fann. Herzen scheint.

6. Und laß darauf zugleich mit 3. Der Tag ist nun vergangen, allen Frommen mich zu dem Glanz die goldne Sterne prangen in jenen des andern Lichtes tommen. Laß Himmelshöh'n. So werden, Herr, mich das Licht des ew'gen Tages die Deinen einst Sternen gleich er­sehn, das nimmermehr in Nacht scheinen; auch ich werd unter ihnen wird untergehn. stehn. 4. Ich will, der Ruh zu pflegen, 190. Herr, ber du mir das die Kleider von mir legen, das Leben bis diesen Tag Bilb der Sterblichkeit; einst sinkt gegeben, dich bet' ich findlich an! auch diese Hülle, und aus der Gna­Ich bin viel zu geringe der Treue, denfülle schenkt Christus mir die ich singe, und die du heut an Ehrenkleid. mir gethan.

Mel. Nun ruhen alle.

das

5. Das Haupt, die Füß' und 2. Mit dankendem Gemüthe freu Hände sind froh, daß nun zu Ende ich mich deiner Güte; ich freue mich des Tages Arbeit sei; in dir. Du gibst mir Kraft und dich, du sollst werden Stärke, Gedeihn zu meinem Werfe, dieser Erden und von der Sünden­und schaffst ein reines Herz in mir. arbeit frei.

Herz, freu vom Glend

6. Nun geht, ihr matten Glie­3. Gott, welche Rub der Seelen, nach deines Worts Befehlen einher der, geht hin und legt euch nieder, im Lande gehn; auf deine Güte der Ruhstätt' ihr begehrt; es fom­hoffen, im Geist den Himmel offen, men andre Zeiten, da wird man und dort den Preis des Glaubens euch bereiten zur Ruh', ein Bettlein in der Erd'. sehn!

7. Bald schließen sich in Frieden 4. Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, die Augen, die ermüden, wer schützt o Gott, mein Heil. Ich bin der dann Leib und Seel? Wer Schuld entladen, ich bin bei dir in det allen Schaden? Du bist es, reich Gnaden und in dem Himmel ist an Gnaden, du Wächter über Jfrael. 8. Bedecke, vor Gefahren mich

mein Theil.

5. Bedeckt mit deinem Segen mächtig zu bewahren, mit deinen Mag dann der eil ich der Ruh entgegen: dein Flügeln mich. Name sei gepreist. Mein Leben Feind auch stürmen, willst du mich­und mein Ende ist dein, in deine nur beschirmen, so ist er mir nicht Hände befehl' ich, Vater, meinen fürchterlich. Geist.

9. Euch aber, meine Lieben, euch möge nicht betrüben ein Unfall diese In eigner Melodie. 191. Nun ruhet in den Wäl. Nacht. Schlaft ruhig bis zum Mor­dern, in Städten und gen, durch Gottes Schuß geborgen, und seiner guten Engel Wacht.

auf Feldern sanft schlummernd, was da lebt; ihr aber, meine Sinnen,

follt Gottes Lob beginnen, eh' ihr 192. dem Schlaf euch übergebt.

In eigner Melodie. Nun Nun sich der Tag geen­det hat, die Sonne