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Fürstlich Ysenburgisches Gesangbuch zur Beförderung der öffentlichen und häuslichen Erbauung : [nebst] Anhang zum christlichen Gesangbuche
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Vom ewigen Leben.

2. Nicht lange wird er weilen, mir, ihr müden Seelen, bei mir hebt eure Häupter auf, entgegen soll euch die Ruh nicht fehlen, ich ihm zu eilen, beflügelt euren Lauf mach euch frei von aller Qual. Es nahn Erquicungszeiten, die 3. Was kann der Kranke höher Abendröthe zeigt den schönen Tag schätzen, als wenn in süßen Schlaf von weitem, vor dem das Dunkel er sinkt? Was kann den Wand. wricht. rer mehr ergößen, als wenn ihm

3. Die ihr Geduld getragen und eine Ruhstatt winkt? Doch was treu erfunden seid, geht ein nach sie Beide hier gefunden, es sind Kreuz und Plagen zur Freude son- nur flücht'ge Ruhestunden, sie wäh­der Leid. Hier lebet und regieret ren eine kurze Zeit; die wahre der ew'ge Gottes Sohn, und ewig Ruh wohnt nur dort oben, dort ist triumphiret ihr vor des Mittlers sie allen aufgehoben und bleibet Thron. uns in Ewigkeit.

4. Hier sind die Siegespalmen, 4. Dort wird man Freudengar= hier ist das weiße Kleid; hier- ben bringen, denn unsre Thränen­nen Freudenpsalmen; vollbracht ist saat ist aus. O welch' ein Jubel Kampf und Streit; hier stehn die wird erklingen in unsers Vaters reichen Garben, hier hüllet das ew'gem Haus! Schmerz, Leid und Gebein der Frommen, die da star- Tod muß von uns weichen, wir ben, sich in Verklärung ein. werden unser Ziel erreichen, und 5. Hier ist das Land der Wonne, Jesum, unsern Heiland, sehn. Da hier sind die Friedensau'n; hier wird er trocknen unsre Thränen, finket nie die Sonne, der Glaube und stillen seiner Gläub'gen Seh­wird zum Schaun. Mach, Herr, nen; was wir hier hofften, wird ein fröhlich Ende und führ' uns geschehn.

aus dem Streit! Wir heben Haupt 5. Da ruhen wir und sind in und Hände nach der Erlösungszeit. Frieden, von Arbeit, Müh' und Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. Sorgen los. O fasset dieses Wort 179. Es ist noch eine Ruh ihr Müden, legt euch in eures Jesu Schooß! Frum schwingt vorhanden; auf, mü­des Herz, und werde Licht; Hier euch auf, wir müssen eilen, wir seufzest du in schweren Banden und dürfen hier nicht länger weilen. deine Sonne scheinet nicht. Sieh Schaar! Fort, fort mein Geist, bort wartet schon der Sel'gen auf den Heiland, der mit Freuden

umgürte bich zum auf, auf, es fommt

dich dort vor seinem Stuhl wird zum Jubiliren, weiden; wirf hin die Last und eil Triumphiren; das Ruhejahr. hinzu. Bald ist der heiße Kampf geendet, bald ist der schwere Lauf vollendet, und du gehst ein zur ew'gen Ruh.

In eigner Melodie.

180.

Gerusalem, du heilige

2. Gott selber hat sie uns erfo­Gottesstadt, ach wär' ren, die Ruhe, die kein Ende ich schon in dir! Mein hoffend nimmt; eh noch ein Mensch zur Herz ist dieser Erden satt, und Welt geboren, hat uns die Liebe sehnt sich fort von hier; weit über sie bestimmt. Der Mittler wollte Berg und Thale, weit über Flur darum sterben, uns diese Ruhe und Feld fleugts auf zum Him­zu erwerben, er ruft, er lockt melssaale, vergiß die nicht'ge Welt. uns allzumal: kommt her zu 2. O schöner Tag, o sel'ger