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Das Sacrament des wahren Leibes und Blutes Jesu Christi : Beicht- und Communionbuch / von Franz Delitzsch
Entstehung
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Lieder nach dem heiligen Abendmahl.

7. Das sind die Liebes- Siegel, die auf mein Herz ge­drückt. In diesem Gnaden- Spiegel wird Heil und Theil*) er­blickt. Bei diesem Lebensbaume find ich in kühlem Raume, was Leib und Seel erquickt.

8. Ich hab und will ihn halten, den meine Seele liebt. Er soll mein Herz verwalten, das sich ihm ganz ergibt. Mein Geist soll an ihm kleben, ich will in Ihme leben, und Er allein in mir.

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9. Der Nachschmack dieser Speise soll mir ein Vor­schmack sein, auf meiner Lebensreise, vom Himmel- Brot und Wein, die ich dort werde schmecken, wenn du wirst Tafel decken zu Zions Hochzeits- Mahl.

10. Ich gehe nun von hinnen, und nehme dich mit mir. Ach stelle meinen Sinnen das zum Gedächtniß für: Wer dich recht will empfinden, der muß sich auch verbinden, dir ewig treu zu sein.

11. Bei mir soll es nun heißen: Mein Herz ist wo mein Schatz. Ich werde mich befleißen, den dir geweihten Platz der Sünde zu verschließen, und dich allein zu küssen, bis ich gar bei dir bin. Benjamin Schmolck 1737.

7.

Im Ton: Nun lob mein Seel.

1. Wie wohl hast du gelabet, o liebster JEsu! deinen Gast, ja mich so reich begabet, daß ich jetzt fühle Freud und Rast. O wundersame Speise! o süßer Lebenstrank! o Lieb­mahl, das ich preise mit einem Lobgefang, indem es hat er­quicket mein Leben, Herz und Muth; mein Geist, der hat erblicket das allerhöchste Gut.

*) Theil heißt hier nach Pf. 142, 6 das himmlische Erbe.