Lieder vor und bei dem heiligen Abendmahl.
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10. Gott! was brauch ich mehr zu wissen? ja was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein Heil ermessen? Werd ich das nur nie vergessen: daß ich einen Heiland habe! Ich bin frei vom Tod und Grabe; wenn mich Sünd und Hölle schrecken, so wird mich mein Heiland decken.
11. Ja, mein Heiland, den ich nehme, weil ich mich nicht knechtisch schäme! Nehmet hin, so rufst Du allen- darum soll es laut erschallen: daß ich einen Heiland habe, und an ihm mich muthig labe. Trotz den Feinden, die mich hassen, will ich mich nicht stören laſsen.
12. Will hinfort mich etwas quälen, oder wird mir etwas fehlen, oder wird die Kraft zerrinnen: so will ich mich nur besinnen, daß ich einen Heiland habe, der vom Kripplein bis zum Grabe, bis zum Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, zugehöret. E. G. Woltersdorf † 1761.
13.
Die Wandlung.*)
1. Lebendig, kräftig Himmelsbrot, aus Gnaden uns gegeben, du Brot, das uns der Vater bot, damit wir mögen leben: o speise mich, Herr Jesu Christ, der du das wahre Manna bist.
2. Kraft, die in meinem Leibe ruht, verwandelt zur Bewahrung des Leibes mir in Fleisch und Blut die dargebotne Nahrung: so wandle dich, Herr Jesu Christ, in mir, bis du mein Leben bist.
*) Eben diese Ueberschrift führt ein Abendmahlslied von Pfeils ( † 1784), beginnend: Vater unser in der Höhe; beide Lieder bringen den wahren Begriff der Wandlung, so wie er im Sacrament des Altars heimisch ist, zum Ausdruck.
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