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Das Sacrament des wahren Leibes und Blutes Jesu Christi : Beicht- und Communionbuch / von Franz Delitzsch
Entstehung
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Unterricht

die Sünde die Wurzel alles unseres Unheils ist, so ist Ver­gebung der Sünden die Bedingung alles unseres Heils. Darum preist die Schrift Vergebung der Sünden als die erste und hauptsächlichste Frucht des Werkes unserer Erlöſung. Jesus Christus hat uns durch seinen Tod und durch seine Auferstehung Vergebung der Sünden erworben. ,, An ihm- ruft Paulus Eph. 1, 7 frohlockend aus- haben wir die Erlösung durch sein Blut, nämlich die Vergebung der Sünden, nach dem Reichthum seiner Gnade."(

2. Er, der Gottessohn und Menschensohn, hat unsre Sün­den auf sein Herz und Gewissen genommen und hat uns Vergebung der Sünden erworben durch sein heiliges Leben und seinen blutigen Tod. Und er hat nicht allein bezeugt, daß er gekommen, sein Leben dahinzugeben als Lösegeld für Viele ( Matth. 20, 28), sondern er hat auch schon während seines Wandels auf Erden einzelnen Personen Vergebung der Sün­den zugesprochen oder Absolution, das ist Lossprechung und Entlastung von Sündenschuld, ertheilt. Sünde vergeben kann allerdings nur Gott, aber Jesus bekundete ebendadurch, daß er Sünde vergab, seine Wesens- und Willenseinheit mit dem Vater und die ihm auch nach seiner menschlichen Natur ver­liehene Macht über Alles. In dieser Machtvollkommenheit, die er als Gottmensch besitzt, spricht er Matth. 9, 2 zu dem Gichtbrüchigen: Sei getrost, mein Sohn! deine Sünden sind dir vergeben. Wie zu dem Gichtbrüchigen, so sprach er auch zu der Sünderin in Simons des Pharisäers Hause. Sie war