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Beicht- und Communionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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IX. Gebete.

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17. Bleibende Gemeinschaft. Ach du lieblichster, freundlichster Heiland, weil ich einmal durch deines heiligen Geistes Licht und Strahl gewahr geworden bin, wie süß du ſeiest denen, die nach dir fragen und dein Heil lieben: so laß mich nunmehro nach nichts fragen und verlangen als nach dir allein. Erbarme dich doch meiner und schenke mir recht­schaffne Früchte der Buße, daß ich dich mit demüthigem Geist ſtets anbete, liebe und lobe. Laß mich nun ohn Unterlaß deine innerliche Süßigkeit schmecken, das Abendmahl im Geiſt mit dir halten und stets nach dir von neuem hungern und dursten. Denn jemehr man von dir isset, jemehr wird man nach dir verlangen und je stärker wächst der Glaube sammt Hoffnung, Liebe und Geduld. Darum, so werde mir doch dergestalt süß und trostreich, o liebster Jesu, daß ich stets deine Gegenwart merke, und mich deiner allein freue, der du die wesentliche Liebe bist.

Laß mir dein Licht immer heller aufgehn auch in der Finsterniß der Versuchungen und mein Herz dadurch entbren­nen. Erscheine mir in deinem leidenden Bilde, wenn ich leiden soll. Besuche mich allzeit in meiner Einsamkeit, klopfe an mein Herz mit deinem Wort, laß mich dir aber auch ge­trost aufthun und nicht widerstehen. Ach, so mache dir eine ewige Wohnung, einen heiligen Tempel und Altar in meinem Herzen, da du unverrückt lehren könnest und ich dich anbete und umfasse. Lehre mich daselbst dein heiliges Fleiſch geiſt­lich immerdar genießen sammt deinem kostbaren Blut, da­