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Beicht- und Communionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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IX. Gebete.

berufen und zur himmlischen Hochzeit eingeladen hast, son­dern, daß du mich auch jetzt so herrlich gespeiset und be­wirthet. Du hast mich mit deinen himmlischen Gütern er­füllet und mit Christi, meines Erlösers, Leib gespeiset und ge­tränket. Nun ist mein Herz genesen, meine arme Seele ist getröstet und Alles, was an mir ist, das ist durch diese heil­same Gabe und Arzenei erquicket und aufgerichtet worden. Ich war müde und schwach, aber nun bin ich gestärkt; ich war verwundet, aber nun bin ich geheilt, ich war voller Schmerzen und Krankheit, aber nun bin ich getröstet. Alle meine Sün­den sind zurückgeworfen in die Tiefe des Meeres und ich bin gewiß, daß mich nunmehr nichts wird scheiden von der Liebe Gottes, die da ist in Christo Jesu, unserm Herrn. Denn durch diese köstliche Speise und Trank ist Christus mein eigen worden mit allen seinen Wolthaten, die er mir durch sein Blut und Tod erworben hat; so bin ich ihm auch einverleibt und durch den Glauben stark und fest mit ihm verbunden, daß uns nichts von einander scheiden soll. Gieb Gnade, o lieber Vater, daß ich nimmermehr von dir weiche, sondern mein Gelübde treulich bezahle. Vollführe das gute Werk, das du in mir angefangen hast bis auf den Tag Jesu Christi und laß mich endlich sitzen an deinem Tisch, in dem Reich deiner Ehre und Herrlichkeit, daß ich dich mit allen Auser­wählten ewiglich mag rühmen und preisen durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Georg Rof.