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IX. Gebete.
12. Vor dem Abendmahl. Herr Jesu Christe, der du mit deinem heiligen Munde selber sagest: wer hungrig und durstig sei, der solle zu dir kommen, du wollest ihn ſpeisen und tränken, daß ihn nimmermehr hungern und dursten soll; ach Herr, hier kommt zu dir eine arme Seele hungrig und durstig nach deiner Speise und dem Trank der ewigen Gerechtigkeit und Seligkeit. O du Brot des Lebens, speise mich armen Hungrigen mit deinem wahren Leib. O du Brunn des Lebens, tränke und erquicke mich Durstigen mit deinem Blut, auf daß ich, gesättigt und erquickt, aus diesem Jammerthal mich zu dir hinauf in den Himmel erhebe, da du sitest zur Rechten deines himmlischen Vaters und vertrittſt uns: da ich dich ohne Hunger und Durst in ewiger Freude und Frohlocken sammt deinem Vater und dem heiligen Geist preisen werde in Ewigkeit. Amen.
Augustinus.
13. Beim Hingang zum Altar. Du Sohn des lebendigen Gottes, ber bu als das wahre Brot des Lebens, alle betrübten Seelen, geängstigten Gewissen, hungrigen und durstigen Herzen mit deinem Leib und Blut sättigest, ſpeiſeſt und tränkest, auch zu dieser himmlischen Mahlzeit jedermann aufforderst und ladest: nimm mich auch in Gnaden an, erquicke und speise mit deinem wahren Leib und Blut meine arme Seele zum ewigen Leben. Amen.
Augustinus.


