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Beicht- und Communionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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II. Das Abendmahl.

gebung der Sünden( Matth. 26, 28), als der Kelch des neuen Bundes( 1 Cor. 11, 25) wird in dem Weine das Blut Jesu Christi dargereicht. Und niemals sonst hienieden spüren wir's fräftiger, als wenn wir vom Altar des Herrn kommen: wo Vergebung der Sünde, da ist auch Leben und Seligkeit. Zwar kommst du schon zum Abendmahl, im Gewissen stille durch das Wort: Gehe hin in Frieden, dir sind deine Sünden vergeben, und eben die Gerechtigkeit Jesu Christi, welche über deine Sünde gedeckt ward, ehe du den Altar hinaufstiegst, ist dein Feierkleid für das heilige Mahl gewesen; aber die Sündenvergebung, durch das Wort dir zugesprochen, hat durch die Gemeinschaft des Leibes und Blutes Jesu Christi eine thatkräftige Versiegelung empfangen. Köstlich ists schon, wenn du in der Menge der Hörenden für deine Sünden, die nur Gott weiß, aus der Predigt des Evan­geliums von deinem Gott und Heiland für dich, ohne daß ein Menschenauge es sieht, grade für dich den Trost der Sünden­vergebung hinnimmst. Köstlich ists auch, wenn du dein Herz einem erfahrenen, treuen, verschwiegenen Diener des Herrn geoffenbart und dir unter der Auflegung der Hände, also daß du es spürst: ich bin ganz gewiß gemeint, der Spruch durch dein Innerstes tönt: dir sind deine Sünden vergeben, so gewiß, als wäre Christus jetzt eben für rich, als wär' er für dich allein gestorben. Aber die Gewißheit: ich bin bei Gott in Gnaden, durchdringt dich erst recht wie selige Fluth des neuen Lebens, wenn das gesegnete Brot und der gesegnete

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