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unsre Seelen so heftig müssen quälen: ach! daß es von der Sünde zugleich mit Ernst aufftünde!
Morgengesänge.
4. Wir aber sind zu schwach zu dieser schweren Sach', weil uns sammt unsern Gliedern der Feind zu hart zuwidern, weil auch die Welt daneben verärgert unser Leben.
5. Wir schlafen stündlich ein, wenn wir gleich wachend sein. Die finstre Nacht der Sünden scheint unser Herz zu binden, so daß wir ohn' Vergnügen im Sünbenschlafe liegen.
6. HErr JEsu, wahres Licht: mach diese Nacht zunicht, erweck' uns Herz und Sinnen, und hilf, daß wir beginnen von Sünden aufzustehen, und ihrem Schlaf entgehen.
das Singen, Loben, Beten hab' ich mehr, denn sie, vonnöthen.
3. Denn, wenn ich könnt' übers sehen, was all' für Gefährlichkeit ich gehabt hab auszustehen, seit daß ich die Welt beschreit', ja, was noch für Unglück alle Stund und Augenblick', und so lang' ich werde leben, über meinem Haupte schweben:
7. Erleucht' uns doch, daß wir mit unserm Thun vor dir am Tag im Lichte wandeln, im Glauben richtig handeln, daß wir, o wahre Sonne, stets sehn dein' Himmelswonne.
4. So würd ich bekennen müssen: HErr, wie viel ist meiner Sünd', denen du mich hast entrissen, theils auch noch vorhanden sind! Ich würd' mich entseßen schier, wie du oft erzeiget mir Hülfe, Gnade und Wohlthaten, wenn ich in Gefahr gerathen.
5. Drum so sei all' mein Vergnügen, dich zu loben, dran gesteckt, mein Gebet laß vor dir liegen, wie ein Opfer angesteckt; und verleih, daß dieser Tag mir auch glücklich scheinen mag. Ach, daß ich ihn doch mit Liebe und in deiner Furcht vertriebe.
6. Gieb, daß ich mag recht erwägen, was erfordert meine Pflicht; 8. Wir preisen deine Macht, was derselben läuft entgegen, laß HErr Christ, daß du die Nacht mich ja beginnen nicht. Mein" des Todes und der Höllen von uns Gedanken und Verstand richte, ab wollen stellen, daß du, da wir HErr, nach deiner Hand, daß ich erstorben, uns hast das Licht errecht mein Amt verwalte, rein worben. St. Saß. Gewissen stets behalte. 9. Mel. Freu dich sehr, o meine. as walt GOtt! die Morgenröthe treibet weg die schwarze Nacht, und der Tag rüdt an die Stätte, der da alles munter macht; drum so muntre ich mich auf, und mein Herz gedenket drauf, wie ich dir, mein GOtt, Lob bringe, und den Morgensegen singe.
7. Würd' ich etwa heute sehen allerhand Gelegenheit, Sünd' und Laster zu begehen: so gieb, daß ich solche meid'. Reizet mich mein Fleisch und Blut, zeigt die Welt mir Ehr' und Gut, laß mich ja zu nichts verführen, das sich nicht recht will gebühren.
8. Wenn ich aber was vornehme, draus zuvörderst deine Ehr' und 2. Loben doch flugs mit dem des Nächsten Nußen käme, oder Morgen dich die kleinen Vögelein, sonsten rühmlich wär': so befördre eh' sie für das Futter sorgen, du das Werk, gieb dazu Rath, muß es erst gesungen sein; sollt' That und Stärk'; all' mein'Arbeit ein dummes Thierlein nun mir muß gedeihen, wenn du, HErr, hierin zuvor es thun? Nein, wirst Gnad' verleihen.
9. Von


