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Herrn Benj. Schmolkens, Pastor Prim. [...] von Schweidnitz Gott geheiligte Morgen- und Abend-Andachten : sammt dessen Lebens-Beschreibung und beigefügten Wetter-Gebeten
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Benjamin Schmolkens Lieder.

Mel.: Freu' dich sehr, o meine Seele, und 2c. Ach, wie freu' ich mich, zu sterben, wenn es meinem GOtt

gefällt. Denn es bleibet nur Verderben in der elends­vollen Welt. Unser Leben voller Leid, voller Thränen unsre Zeit. D, wie selig, wer gestorben, der hat Besserung er­worben.

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2. Defters sucht man ein Vergnügen und trifft doch nur Jammer an, was sich soll zur Freude fügen, führt uns eine Dornenbahn. Alle Lieb' und Treu' ist todt, und statt deren wird die Noth alle Stunden neu geboren, daß wir ganz zur Pein erforen.

3. Lieber GOtt! mach' es ein Ende, wenn es gut und selig ist; reiche mir die Vaterhände in der letzten Todes­frist. Ach, wie wohl wird mir doch sein, wenn ich werde schlafen ein; doch, soll es noch länger währen, wirst Du, HErr, Geduld bescheeren.

Mel.: Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. Die Zeit geht hin, ach, wie geschwinde läuft unser ganzes Leben fort. Gleichwie ein Schiff, gejagt vom Winde, so eilt es auch zu seinem Port; und was vergeht, kommt nicht zurück, auch nicht ein kleiner Augenblick,

2. Der Tod kommt her auf allen Schritten, der Reiter auf dem fahlen Pferd hat uns gar leichtlich überritten, weil man zu leben noch begehrt. Er wartet täglich vor der Thür. Mir gilt es heute, morgen dir.

3. D, Mensch, thu' recht in deinem Leben, und fürchte GOtt, so hat's nicht Noth. Es mag die Zeit auf Flügeln schweben, es komme, wenn er will, der Tod. So bist du immer wohl bereit't und folgt der Zeit die Seligkeit.

-sout bee

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