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Benjamin Schmolkens Lieder.
2. Niemand weiß seinen Sterbetag, GOtt hat ihn ausersehen; wohl dem, der jeden Seigerschlag den Seufzer lässet wehen: HErr, lehre mich beständiglich nach einem andern Leben vor meinem Tode streben.
3. Die Sünde kann uns zwar den Tod durch ihren Gift verbittern; doch wem er nur in Buße droht, darf nicht vor ihm erzittern. Sein scharfer Pfeil darf keinen Theil an unsrer Seele haben, und nur den Leib begraben.
4. Ein Chrifte wandelt himmelan, da ist sein rechtes Erbe. Trifft er gleich eine rauhe Bahn, und Sterben schmecket herbe. Der Glaube sieht, was dorten blüht; er kämpfet, laufet, ringet, als er in's Schauen dringet.
5. Die Welt muß doch verleugnet sein, sie hält uns gerne wieder. So geht kein Mensch zum Leben ein, er tödtet seine Glieder; der ist bereit, der in der Zeit des Fleisches Luft begräbet und nur dem Geifte lebet.
6. Mein GOtt! vielleicht ist es nicht weit zu meinem Tod und Grabe. Gieb, daß ich meine Sterblichkeit stets in Gedanken habe, und immerzu noch Buße thu', daß mich der Tod nicht finde in unbereu'ter Sünde.
7. So lang' ich lebe, leb' ich Dir, sterb' ich, Dir will ich sterben, und tritt der Tod vor meine Thür, so laß mich nicht verderben. Auf Chrifti Blut fterb' ich ganz gut, in Seine treue Hände befehl' ich mich am Ende.
Mel.: Freu' dich sehr, o meine Seele, und zc. Ah, HErr! lehre mich bedenken, daß ich einmal sterben
muß. Lehre mich die Sinnen lenken auf den letzten Lebensschluß. Stelle mir mein Ende für und erwecke die Begier, mich noch bei gesunden Zeiten auf das Grab wohl zu bereiten.
2. Endlich muß ein Licht verbrennen, endlich läuft der Seiger aus. Also muß ich wohl bekennen, daß ich dieses
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Benj. Schmolk.


