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Hamburgisches Gesangbuch für den öffentlichen Gottesdienst und die häusliche Andacht
Entstehung
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Gebet in den Betstunden.

Vor allen Dingen aber be in Keuschheit und Nüchternheit húte uns vor ieder geistlichen leben, und im Guten bis ans Noth und Gefahr. Hilf, daß Ende verharren. wir mit festem Glauben und Und wenn zulegt unser Ende andächtigem Gebet, mit Wachen kommen wird, daß wir aus die­und nüchternem Leben den Feins fer Welt werden scheiden müssen: den unserer Seligkeit wider- so stehe uns bei mit deiner stehen. Und weil wir nicht tüch- Gnade, reiß uns mit deiner tig sind von uns selber, als von allmächtigen Hand aus der uns selber, etwas Gutes zu den Todesnoth. In unserer letzten ken oder zu vollbringen, so bitten Stunde, am jüngsten Gericht, wir dich, o du barmherziger hilf uns, lieber Herre Gott. Gott, du wollest uns tüchtig Gieb, daß wir im Glauben und machen zu allem Guten. Er- Gebet entschlafen, und unsere leuchte unsern Verstand, heilige Seele zu dir im Frieden von unsern Willen, reinige unsere hinnen fahre. Führe uns der­Herzen, wirke in uns rechtschaf- einst am jüngsten Tage ins fene Buße. Hilf, daß wir von Reich der Herrlichkeit, daß wir Sünden abstehen, und uns von dein heiliges Angesicht mit Freu­ganzem Herzen zu dir bekehren. den anschauen, mit allen En­Das gute Werk des Glaubens, geln und Auserwählten dich loben welches du in uns angefangen und preisen, und ewiglich bei hast, wollest du hinausführen bis dir wohnen und bleiben mögen. auf jenen großen Tag. Gieb Erhöre dies unser Gebet, barm­uns deines Geistes Gnade, daß herziger Gott und Vater, um wir rechtschaffene Früchte der deines lieben Sohnes, Jesu Buße bringen, und unsern Glau- Christi, willen, welcher mit dir ben mit guten Werken erweisen. und dem heiligen Geist lebet Hilf, daß Liebe und Friede, und regieret, hochgelobet in alle in Sanftmuth und Demuth, Ewigkeit. Amen.

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Ermahnung an die

Meine Allerliebsten!

Uns wird stets durch die Pre digt des Evangelii Christi vor­gehalten, daß wir von Natur unwissende, arme Sünder, und in diesem Zustande verloren sind, auch durch eigene Einsicht und Kraft unmöglich von dem stren­gen Gericht Gottes und von dem gesammten schrecklichen Ver­

Communicanten.

derben der Sünde uns befreien können. Gott aber hat unser Unvermögen besser erkannt, denn wir, und hat, als ein gnädiger Vater, seinen eingebornen Sohn, Jesum Christum, für uns ge­geben, daß wir, durch sein Evan­gelium erleuchtet, und durch seinen Tod von unsern Sünden erlöset, Kinder Gottes und Erben