Das gewöhnliche Kirchengebet nach der Predigt. 595
Das gewöhnliche Kirchengebet nach der Predigt. Barmherziger, gnädiger Gott nach deinem Willen und Wohlund Vater unsers Herrn Jesu gefallen zu regieren, auf daß Christi, wir danken dir von Gerechtigkeit und Zugend verGrunde unsers Herzens, daß breitet, die Bosheit gestrafet du dein heiliges Wort bisher werde, und auch wir in stiller unter uns hast erhalten, auch Ruhe und gutem Frieden, als dasselbe rein und lauter vortra- Christen gebühret, unser Leben gen lassen. Wir bitten dich, du zubringen mögen. wollest dies theure Geschenk uns und unsern Nachkommen ferner bewahren, getreue Arbeiter in deine Ernte senden, und die du gesandt hast, im heilsamen Wort und heiligen Leben erhalten; deine christliche Kirche durch deinen heiligen Geist regieren, daß sie durch rechtschaffene Lehre deines lebendigen und kräftigen Worts erbauet, dem Unglauben, Aberglauben und allen Sünden gewehret, der Irrende und Verführte zurück gebracht, der Glaube in uns gestärket werde, und die Liebe zu dir und den Menschen in uns wachsen und zunehmen möge.
Du wollest dir unsere Stadt, unsere Bürgerschaft, Handlung, Schiffahrt, Nahrung und Ge werbe gnädiglich lassen befohlen sein, dem Segen gebieten, daß er mit uns sei in allem, das wir Gutes vornehmen; Landplagen hingegen, als da sind Erdbeben, Krieg, Aufruhr, ansteckende Krankheiten, theure Zeit, Feuersbrünste, Viehsterben, in Gnaden abwenden, und uns vor einem unseligen Tode bewahren. Zu dieser Absicht wollest du unsere Herzen beständig zur Buße neigen, mit wahrem Glauben an deinen Sohn Jesum Christum erfüllen, und uns geschickt machen, nach deinen Geboten zu leben, und dir in Heiligkeit und Gerechtigkeit zu dienen.
Deiner väterlichen Fürsorge empfehlen wir auch alle christlichen Kaiser, Könige und Obrigkeiten, vor allen den deutschen Laß dir auch, o Gott! unsere Kaiser, sowie die Fürsten und Schulen befohlen sein. Gieb Regierungen unseres deutschen Glück und Segen zur KinderVaterlandes, insbesondere den zucht. Regiere die Jugend mit Senat dieser Stadt, unsere deinem heiligen Geiste zu allem ordentliche Obrigkeit, unter deren Guten. Laß sie wachsen und zuSchuß du uns geseket hast. Ver- nehmen an Weisheit, Alter und leihe ihnen Segen und Gnade, Gnade bei dir und den Menschen. Gesundheit und langes Leben, dazu Weisheit und Kraft, dein heiliges Wort über alles zu lieben und zu befördern, die Unterthanen
Alle die, welche in Trübsal, Armuth, Krankheiten, Kindesnöthen und Anfechtungen sind, auch die, welche um des heili


