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3. Auf Gott steht mein Vertrauen, Sein Ang'sicht will ich schauen Wahrlich durch Jesum Christ, Der für mich ist gestorben, Des Vaters Huld erworben; Mein Mittler er auch worden ist.
4. Die Sünd mag mir nicht schaden, Erlöst bin ich aus Gnaden Umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu frommen, So will ich zu ihm kommen Allein durch wahren Glauben gut.
5. Damit fahr ich von hinnen: O Welt, thu dich besinnen, Denn du mußt auch hernach. Thu dich zu Gott bekehren Und von ihm Gnad begehren; Im Glauben sei du auch nicht schwach. J. Heß. Oder:
118. Valet will ich dir geben,
Du arge, falsche Welt, Dein fündlich böses Leben Durchaus mir nicht gefällt. Im Himmel ist gut wohnen, Dahin steht mein' Legier, Da wird Gott ewig lohnen Dem, der ihm dient allhier.
2. Rath' mir nach deinem Herzen, Jesu, Gottes Sohn! Soll ich hier dulden Schmerzen, Hilf mir, Herr Christ, davon. Verkürz' mir alles Leiden, Stärk' meinen blöden Muth; Laß mich selig abscheiden, Setz mich in dein Erbgut.
3. In meines Herzens Grunde, Dein Nam' und Kreuz allein Funfelt all' Zeit und Stunde, Drauf kann ich fröhlich sein. Erschein' mir in dem Bilde, Zum Trost in meiner Noth, Wie du, Herr Christ, so milde Dich haft geblut't zu Tod.
4. Verbirg mein' Seel aus Gnaden In deine offne Seit'; Sie rück' aus allem Schaden, In deine Herrlichkeit. Der ist wohl hier gewesen, Wer kommt in's Himmelsschloß: Der ist ewig genesen, Der bleibt in deinem Schooß.
5. Schreib' meinen Nam'n auf's beste, In's Buch des Lebens ein Und bind' mein Seel fein feste In's schöne Bündelein Der'r, die im Himmel grünen Und vor dir leben frei, So will ich ewig rühmen, Daß dein Herz treue sei. Valerius Herberger.
Wenn der Sarg am Grabe steht. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund.
Es ist ist noch eine Ruh
119. vorhanden, Auf, müdes Herz, und werde Licht! Du seufzest hier in deinen Banden, Und deine Sonne scheinet nicht; Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden, Dort wird vor seinem Stuhle weiden, Wirf hin die Last und eil herzu. Bald ist der schöne Kampf geendet, Bald, bald der saure Lauf vollendet; So gehst du ein zu deiner Ruh.
2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Mensch geboren, Die Liebe sie uns so bestimmt. Das Lämmlein wollte darum sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben, Es ruft, es locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr Frommen, Versäumet nicht, heut einzukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit.
3. So kommet denn, ihr matten Seelen, Die manche Last und Bürde drückt, Eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, Geht nicht mehr krumm und sehr gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen; Dafür läßt euch das Lämmlein sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein. Ihr seid mein Volk, gezeugt von oben; Ob Sünde, Welt und Teufel toben, Seid nur getrost und gehet ein.
4. Was mag wohl einen Kranken laben Und einen müden Wandersmann? Wo jener nur ein Bettlein haben


