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Missions- und Festgesänge auch Haus- und Kirchenlieder nebst Liturgie und Psalmodien / Zusammengestellt von L. W. Fricke
Entstehung
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87. un dantet Alle Gott Mit

Herzen, Mund und Hän­

den, Der große Dinge thut An uns und allen Enden; Der uns von Mutter­leib Und Kindesbeinen an Unzählig viel zu gut, Und noch jetzo gethan.

2. Der ewig- reiche Gott Woll' uns bei unserm Leben Ein immer fröhlich Herz Und edlen Frieden geben, Und uns in seiner Gnad, Erhalten fort und fort, Und uns aus aller Noth Erlösen hier und dort.

3. Lob, Ehr' und Preis sei Gott, Dem Vater und dem Sohne, Und dem, der beiden gleich Im höchsten Himmelsthrone Dem dreieinigen Gott, Als es ursprünglich war, Und ist und bleiben wird Jehund und immerdar.

N. Decius.

Einzug in ein neues Haus.

88. Teju, geh voran, Auf der

Lebensbahn: Und wir wollen nicht verweilen Dir getreulich nachzueilen. Führ uns an der Hand Bis ins Vaterland.

2. Solls uns hart ergehn, Laß uns feste stehn Und auch in den schwersten Tagen Niemals über Lasten klagen; Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir.

3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden: Oso gieb Geduld zu beiden. Richte unsern Sinn Auf das Ende hin.

4. Ordne unsern Gang, Liebster, lebenslang. Führst du uns durch rauhe

Wege, Gieb uns auch die nöthge Pflege. Thu uns nach dem Lauf Deine Thüre auf.

v. Zinzendorf.

Wenn einer in die Ferne zieht.

89. 11as macht ihr, das ihr weinet, Und brechet mir das Herz! Im HErrn sind wir vereinet Und bleibens allerwärts: Das Band, das uns verbindet, Lös't weder Zeit noch Ort: Was in dem HErrn sich findet, Das währt in ihm auch fort, Das währt in ihm auch fort.

2. Man reicht sich wohl die Hände, Als sollt's geschieden sein, Und bleibt doch ohne Ende Im innigsten Verein; Man sieht sich an, als sähe man sich zum letzten Mal, Und bleibt in glei­cher Nähe Dem HErrn doch überall.:,:

3. Man spricht: ich hier, du dorten, Du ziehest und ich bleib, Und ist doch allerorten Ein Glied an einem Leib; Man spricht vom Scheidewege Und grüßt sich einmal noch, Und geht auf einem Wege In gleicher Richtung doch.:;:

4. Was sollen wir nun weinen Und so gar traurig sehn, Wir kennen ja den Einen, mit dem wir alle gehn In einer Hut und Pflege, Geführt von einer Hand, Auf einem sichern Wege Ins eine Vaterland.:,:

5. So sei denn diese Stunde Nicht schwerem Trauerleid, Nein, einem neuen Bunde Mit unserm HErrn ge­weiht; Wenn wir uns ihn erforen 3u unserm höchsten Gut, Sind wir uns nicht verloren, Wie weh auch Scheiden thut.:,: Spitta.

Am Geburtstage.

Mel. Allein Gott in der Höh.

90. is hieher hat mich Gott

gebracht Durch seine große Güte; Bis hieher hat er Tag und Nacht Bewahrt Herz und Ge­müthe. Bis hieher hat er mich geleit't, Bis hieher hat er mich erfreut, Bis hieher mir geholfen.