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mein Leben, Der Höchste kann mir alles geben: Ich hab genug.
3. Ich hab genug! Mein treuer Vater sieht Mit stetem Blick auf mich; Was ich bedarf An Leib und im Gemüth, Bedenkt er gnädiglich: Drum lasse ich die Heiden sorgen, Bekümmre mich gar nichts um morgen; Heut hab ich gnug.
4. Ich hab genug Und sorge für den Geist, Das andre fällt mir zu; Nur Gottes Reich, Das Jesus suchen heißt, Giebt mir die wahre Ruh: Ich trachte nur des Vaters Willen In Kraft des Geistes zu erfüllen, Drum hab ich gnug.
5. Ich hab genug! Ich lieg an Jesu Brust Und Gottes Vaterherz. Was will ich mehr! Das giebet Himmelslust, Das stillet meinen Schmerz. Im Vorschmack weiß ich schon auf Erden, Was mir im Himmel einst soll werden. Ich hab genug.
10.
enn ich ich ihn nur
nur ist; Wenn mein Herz bis hin zum Grabe Seine Treue nie vergißt: Weiß ich nichts von Leide, Fühle nichts als Andacht, Lieb und Freude.
2. Es ist noch Zeit, Die Liebe rufet noch, Noch gehen Diener aus: O Stadt, o Land, D eilet heute noch Ins große Rettungshaus! Noch ist die Thüre nicht verschlossen, Die Gnadenzeit noch nicht verflossen; Es ist noch Zeit.
3. Doch es ist Zeit! Die Stunden folgen schnell! Es geht auf Mitternacht! Bald schlägt es voll! Und drüben schimmerts hell: Ihr Jungfrauen erwacht; Der Bräutigam erscheint von weitem: Auf, auf, die Lampen zu bereiten! Auf, es ist Zeit!
2. Wenn ich ihn nur habe, Laß ich alles gern, Folg an meinem Wanderstabe Treugesinnt nur meinem HErrn; Lasse still die Andern Breite, lichte volle Straßen wandern.
3. Wenn ich ihn nur habe, Schlaf ich fröhlich ein. Ewig wird zu süßer Labe Seines Herzens Flut mir sein, Die mit sanftem 3wingen Alles wird erweichen und durchdringen.
4. Wo ich Ihn nur habe, Ist mein Vaterland: Und es fällt mir jede Gabe Als ein Erbtheil in die Hand. Längst vermißte Brüder Find ich nun in seinen Jüngern wieder.
Friedr. Ludw. v. Hardenberg.
Mel.: Fahre fort, fahre fort.
9. Es ist noch Raum! Sein Haus ist noch
nicht voll, 11. hervor in vollem Tag!
Der
Sein Tisch ist noch zu leer! Platz ist da, Wo jeder sizzen soll: Bringt seine Gäste her! Geht, nöthigt fie auf allen Straßen! Der HErr hat viel bereiten lassen; Da ist noch Raum.
Deiner Strahlen Macht erhelle, Was in Todesschatten lag. Wolk und Zweifelsnebel fälle; Sende Licht und Wärme nah und fern, Reich des HErrn!:,:
2. Siege bald!:: Komm, das falte Reich der Nacht Aller Enden zu zerstören! Sieh, es sammelt seine Macht; Doch wer kann den Sieg dir wehren? Denn die Sonne der Gerechtigkeit Führt den Streit!:,:
3. Ueberall,:,: Laß bis an der Welten Rand, Laß durch jeden Kreis der Erden Deinen Namen hell erkannt, Deine Kraft verherrlicht werden, Bis du als der Völker Friedefürst Herrschen wirst!:,:
4. Aber ihr,:,: Die der König ausgesandt, Geht voran in alle Zonen,


